Studie: Führende Anbieter wachsen deutlich schneller als die Branche
Neue Übernahmen im Gebäudemanagement

Unternehmen lassen ihre Gebäude zunehmend von externen Dienstleistern bewirtschaften. Folgerichtig hat die Branche der so genannten Facility- Management-Unternehmen im vergangenen Jahr erneut zugelegt – und zwar um rund 5,5 Prozent.

tel HB FRANKFURT/M. Unternehmen lassen ihre Gebäude zunehmend von externen Dienstleistern bewirtschaften: von der Reinigung über die Gebäudesicherheit und -technik und die Grünanlagenpflege bis zum Catering und der Parkraumbewirtschaftung. Folgerichtig hat die Branche der so genannten Facility- Management-Unternehmen im vergangenen Jahr erneut zugelegt – und zwar um rund 5,5 Prozent. Das zeigt eine Befragung des Beratungsunternehmens Lünendonk, Bad Wörrishofen, unter 69 Anbietern in Deutschland. Die Top zehn Unternehmen wachsen dabei mit rund zehn Prozent deutlich schneller als der übrige Markt (plus 1,6 Prozent). Für Lünendonk-Berater Jörg Hossenfelder ein eindeutiges Indiz für den Trend zu Verdrängung und Konsolidierung in der Branche.

„Die Differenz zwischen Unternehmen mit starken Zuwächsen und denen mit Umsatzrückgang ist im Vergleich zum Vorjahr größer geworden“, sagt Hossenfelder. Dabei rechnet er nicht ein, dass die Bilfinger Berger Gebäudemanagement Tochter HSG Technischer Service GmbH und Hochtief Facility Management besonders stark durch Akquisitionen zugelegt haben. So hat HSG das Schwesterunternehmen Wolfferts integriert, Hochtief Facility Management übernahm die Gebäudemanagement-Töchter von Siemens und Lufthansa. Auch der Marktzweite, die Frankfurter Wisag Service Holding, hat im vergangenen Jahr zugekauft: die Konkurrenten Pfaffenzeller und Thyssen Krupp Hiserv.

Für das laufende Jahr prognostizieren die von Lünendonk befragten Unternehmen einen Zuwachs von durchschnittlich 7,9 Prozent. Eine Steigerung, die nach Ansicht von Hossenfelder vor allem durch Akquisitionen und einem verstärkten Engagement im Ausland zu erreichen sei. Denn der Preisdruck im Markt ist immens, wie Bernd Jacke, Vorsitzender der Geschäftsführung der Wisag Service Holding, bestätigt. Preisdumping gehe dabei nicht nur von kleinen Handwerksbetrieben aus, auch die großen im Markt liefern sich einen verstärkten Wettbewerb über den Preis, so Jacke. Für alle befragten Unternehmen ist das Thema Preiswettbewerb denn auch der größte Behinderungsfaktor. An zweiter Stelle werden die (langsamen und bürokratischen) Entscheidungsprozesse im öffentlichen Sektor genannt. In diesem Bereich bekommt zumeist der günstigste Anbieter den Zuschlag.

In die Lünendonk-Liste der führenden Facility-Management-Unternehmen in Deutschland wurden nur solche Unternehmen aufgenommen, die mehr als zwei Drittel ihres Umsatzes mit externen Aufträgen machen. GebäudemanagementTöchter von Großunternehmen, wie Infraserv Hoechst, DeTeImmobilien und DB Services Group kommen deshalb nicht vor, rangieren von der Umsatzgröße aber zwischen Marktführer Dussmann und dem Marktzweiten Wisag. Diese Gruppe dürfte in den nächsten Jahren der Branche aber zusätzliche Konkurrenz bescheren, denn auch sie sucht nach Aufträgen im externen Markt. „Wir brauchen den Drittmarkt“, sagt Günter Heidorn, Geschäftsführer Personal, Recht und Key Account Management bei DeTeImmobilien. Mit Großkunden wie der Allianz setzt die Facility-Management-Tochter der Deutschen Telekom 2004 bereits 40,5 Mill. um. Der Gesamtumsatz betrug 878 Mill. Euro.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%