Sturm „Xavier“

Züge rollen wieder von Hamburg nach Berlin

Die Auswirkungen von Sturm „Xavier“ beeinträchtigen weiterhin den Zugverkehr - einige Strecken bleiben auch am Montag gesperrt. Besonders Reisende, die von Berlin nach Hamburg fahren wollen, müssen mehr Zeit einplanen.
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Der Zug als improvisiertes Hotel – wie die Bahn das Sturmtief gemeistert hat

Der Zug als improvisiertes Hotel – wie die Bahn das Sturmtief gemeistert hat

BerlinVier Tage nach dem Sturm „Xavier“ ist die direkte Bahnverbindung zwischen Hamburg und Berlin zumindest einseitig wieder frei. Um kurz nach fünf Uhr sei der erste Zug in Hamburg-Altona abgefahren, sagte ein Bahn-Sprecher am Montagmorgen. Zwischen Hamburg und Berlin herrsche wieder Regelbetrieb. In der Gegenrichtung von Berlin nach Hamburg leitet die Bahn dagegen weiter über Stendal und Uelzen um. Reisende müssen mit einer Fahrzeitverlängerung von etwa einer Stunde rechnen.

Bis die Strecke wieder in beide Richtung frei sei, könne es noch dauern, sagte der Sprecher. Die Situation an den Bahnhöfen sei aber entspannt. Die meisten Reisenden hätten sich vorher informiert und planten die längeren Reisezeiten ein.

Strom fällt aus, Pendler stranden, Züge stehen
Sturmtief Xavier
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Der Norden Deutschlands erholt sich langsam von den Folgen des Sturmtiefs „Xavier“ – vor allem im Nah- und Fernverkehr müssen Pendler aber Zeit einplanen. Wer auf den Regionalverkehr angewiesen ist, solle besser auf andere Verkehrsmittel umsteigen, sagte ein Sprecher der Bahn. „Das ganze Netz in der Region ist massiv eingeschränkt. Wir haben zahlreiche Bäume auf den Gleisen, beschädigte Oberleitungen und abgeknickte Fahrmasten.“ Die Reparaturen würden voraussichtlich den ganzen Tag dauern.

Warteschlangen
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Fahrgäste sollen sich der Bahn zufolge über die Webseite oder die App des Unternehmens informieren, ob ihre Verbindungen fahren. Für Fernzüge von und nach Berlin sowie Hamburg sieht es am Freitagmorgen nicht gut aus: Etliche Züge fallen weiterhin aus. Für Gestrandete richtete die Bahn in der Nacht zum Freitag insgesamt 20 Hotelzüge zum Übernachten ein.

Auch Straßenverkehr betroffen
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Auf den Straßen lägen zum Teil noch große Äste und Bäume, sagte ein Sprecher der Berliner Feuerwehr. „Das werden wir Stück für Stück abarbeiten, was aber noch den ganzen Tag dauern kann.“ Es herrsche immer noch Ausnahmezustand. Das Auto stehen lassen müsse man aber nicht: „Einfach vorsichtig fahren“, empfahl der Sprecher.

Todesopfer
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Besonders stark von dem Unwetter betroffen waren Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Berlin und Brandenburg. Es kam zu hunderten Verkehrsunfällen in Folge des Sturms. Alleine in Brandenburg gab es neben den vier Todesopfern 24 weitere Verletzte und über 100 Unfälle. Drei weitere Tote gab es in Hamburg, Berlin und in der Nähe von Schwerin. Sie alle wurde von umstürzenden Bäumen erschlagen.

Aufräumarbeiten
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Vielerorts laufen die Aufräumarbeiten auf Hochtouren. Das Sturmtief war am Donnerstag mit großer Wucht über Deutschland gezogen. Die Feuerwehren mussten tausende Einsätze fahren.

Viele Einsätze
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Knapp 1500 Mal ist allein die Berliner Feuerwehr am Donnerstag wegen Sturm „Xavier“ alarmiert worden. Dies teilte die Wehr in der Nacht zum Freitag auf Twitter mit. Insgesamt habe es in 24 Stunden 2739 Alarmierungen gegeben, mehr als die Hälfte davon seien wetterbedingt ab 16:00 Uhr erfolgt. Ziel sei es, „die großen Verkehrsstraßen bis zum Berufsverkehr am frühen Morgen“ in Ordnung zu bringen. „Versprechen kann ich das aber nicht“, sagte ein Sprecher der Wehr.

S-Bahn Berlin
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Die S-Bahn Berlin veröffentlichte online eine Übersicht über den angebotenen Zugverkehr. Demnach fahren auf fast allen Strecken zumindest in Teilen Bahnen. Nur die Ringbahn S41/42 sowie die S85 fallen komplett aus.

Laut einer Mitteilung der Deutschen Bahn vom Montagvormittag soll der Verkehr auf der Strecke Osnabrück - Hamburg am 10. Oktober wieder starten. Die Strecke Leer - Oldenburg - Bremen bleibt bis zum 11. Oktober gesperrt. Die Züge zwischen Hannover, Braunschweig und Magdeburg fahren wieder auf dem Regelweg. Es könne aber noch zu einzelnen Verspätungen und Zugausfällen kommen.

Die Bahn hatte am Sonntag eine weitere Hauptstrecke freigegeben: Zwischen Hannover und Bremen waren die Schäden beseitigt, der reguläre Fahrplan konnte jedoch nicht sofort eingehalten werden. „Der Betrieb muss erst wieder hochgefahren werden“, hieß es. Auf der wichtigen Ost-West-Verbindung zwischen Berlin und Hannover rollten die Züge seit Samstag wieder.

Die durch den Sturm „Xavier“ verursachten Schäden seien erheblich, teilte die Bahn mit. Alleine auf der Strecke zwischen Berlin und Hamburg habe es auf einer Länge von mehr als 40 Kilometern „massive Beschädigungen“ gegeben. Insgesamt habe Sturm „Xavier“, der vergangenen Donnerstag vor allem über Nord- und Ostdeutschland tobte, auf rund 1000 Kilometern Bahninfrastruktur beschädigt.

Die Wetteraussichten für Deutschland sind immerhin einigermaßen beruhigend: Neue Regenwolken sorgen zwar für einen trüben und windigen Start in die zweite Oktober-Woche, zumindest droht nach Vorhersagen des Deutschen Wetterdienstes in Offenbach aber kein neuer Sturm wie „Xavier“.

  • dpa
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1 Kommentare zu "Sturm „Xavier“: Züge rollen wieder von Hamburg nach Berlin"

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  • STURM „XAVIER“
    Züge rollen wieder von Hamburg nach Berlin
    Datum:
    09.10.2017 10:51 Uhr
    Die Auswirkungen von Sturm „Xavier“ beeinträchtigen weiterhin den Zugverkehr - einige Strecken bleiben auch am Montag gesperrt. Besonders Reisende, die von Berlin nach Hamburg fahren wollen, müssen mehr Zeit einplanen.

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    Die BAHN kann für den Sturm nichts !!!

    Ebenso die USA kann für die ganze HURRIKANS auch nichts !!!

    Doch USA & DEUTSCHLAND als INDUSTRIELLE NATIONEN müssen sich den TADEL GEFALLEN LASSEN , NICHT GUT GENUG MIT AUFHEBUNG VON SCHÄDEN ORGANISIERT ZU SEIN !!!

    Im Krieg da muss ein General alles was den Weg abschneiden könnte vorher überlegen und gegeben falls eine Lösung parat haben um den gesperrten weg entweder wieder Frei zu machen oder dann umgehen zu können ohne viele Verluste dabei zu bekommen !

    Da frage man dann USA & DEUTSCHLAND weshalb man den KLIMAWANDEL noch nicht als KRIEGSFEIND eingestuft hat und gegen die Ausmaßen diesen zukünftigeren Feindes sich so gewappnet hat damit Schäden noch viel schneller behoben werden können zuweilen in ganz Europa 30 MILLIONEN EU-DAUER-ARBEITSLOSEN IMMER NOCH GIBT seit nun fast 10 Jahren !!!

    Dieses Versagen sind STAATEN sowie UNTERNEHMER zu zuweisen !!!

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