Süßwarenhersteller Mars
Rückruf-Schokoriegel werden zu Biogas verarbeitet

Nach der riesigen Rückrufaktion bei Mars ist nun geklärt, was mit den betroffenen Schokoriegeln geschehen soll. Mars lässt die Riegel zu Biogas verarbeiten. Vom Erlös aus dem Verkauf der Bioenergie profitiert Mars nicht.

MünchenDie zahlreichen zurückgerufenen Schokoriegel des Süßwarenherstellers Mars werden zu Biogas verarbeitet. Ein Dienstleister in Deutschland sei mit der Fermentierung beauftragt worden, sagte ein Unternehmenssprecher „Focus Online“.

„Gemeinsam mit den lokalen Behörden haben wir einen möglichst sicheren und nachhaltigen Weg der Entsorgung gesucht“, sagte er. Dem Bericht zufolge zahlt Mars für die Kosten der Entsorgung und profitiert nicht vom Erlös aus dem Verkauf der entstehenden Bioenergie. „Wir bekommen nichts dafür“, sagte der Firmensprecher.

Bei dem Entsorgungsverfahren müssen die Riegel „zunächst in einem Sieb-Verfahren von Maschinen aus ihrer Verpackung befreit werden“, erläuterte der Sprecher. Danach würden sie in die Biogas-Anlagen gegeben. Mars hatte Ende Februar nach dem Fund eines Kunststoffteils in einem Snickers mehrere Millionen Schokoriegel in 55 Ländern zurückgerufen.

Der Riegel war im Werk in der niederländischen Stadt Veghel produziert und von dort exportiert worden. Das von einem deutschen Kunden entdeckte Plastikteil stammte nach Angaben von Mars von einer Schutzabdeckung im Herstellungsprozess.

Gerüchte, die Riegel könnten zu Tierfutter verarbeitet werden, wies Mars später zurück. Dies sei "absolut keine Option". Mars stellt neben Schokoladenprodukten auch Katzen- und Hundefutter her.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
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