Superjumbo
A380 könnte Problem-Flieger bleiben

Airbus-Chef Thomas Enders schließt weitere Probleme bei der Produktion des Superjumbos A380 kurz vor der ersten Auslieferung nicht grundsätzlich aus. Erst müsse sich zeigen, ob die Produktion wie geplant anlaufen kann.

HB HAMBURG. Der Plan, im kommenden Jahr 13 Jets und ab 2010 sogar monatlich vier Maschinen auszuliefern, sei anspruchsvoll und eine große Herausforderung, sagte Enders dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ laut Vorabmeldung von Samstag. Erst wenn es gelinge, die Fertigung wie geplant hochzufahren, sei das A380-Programm über dem Berg.

Das europäische Unternehmen hatte massive Kabelprobleme beim Superjumbo, die zu einem Einbruch beim Gewinn des Mutterkonzerns EADS führten. Der erste A380 soll am Montag ausgeliefert werden - zwei Jahre später als geplant. Wegen der immer neuen Verzögerungen musste Airbus Vertragsstrafen zahlen und viele Aufträge an den Erzrivalen Boeing abgeben.

Enders kündigte an, einzelnen Werken notfalls Arbeitsaufträge zu entziehen. „Wir brauchen Flexibilität über Ländergrenzen hinweg“, betonte der Konzernchef. Er rechnet nach eigenen Angaben in den kommenden Wochen mit weiteren Bestellungen für das Großraumflugzeug, aber auch für den neuen Langstreckenjet A350, der 2013 auf den Markt kommen soll: „Das Spiel fängt gerade erst richtig an.“

Beim geplanten Verkauf der Werke in Nordenham, Varel, Laupheim und Augsburg will sich Enders dem Bericht zufolge nicht unter Druck setzen lassen. Die Entscheidung, wer den Zuschlag erhalte, sei für die Zukunft von Airbus fundamental wichtig: „Deshalb lassen wir uns auch nicht durch ständig neue Termine, die in die Welt gesetzt werden, davon abhalten, den richtigen Partner auszuwählen.“ Einen allein an politischen Interessen ausgerichteten Wohlfühl- oder Kuschelkompromiss werde es nicht geben.

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