Supermarkt Carrefour macht starke Geschäfte in Europa und Brasilien

Das Geschäft in der französischen Heimat bereitet Carrefour Probleme. Das Gesamtgeschäft in Europa und in Brasilien boomte hingegen im ersten Halbjahr. Die Gewinnerwartungen der Analysten wurden sogar übertroffen.
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Zwar setzt der Online-Handel in Frankreich dem Einzelhandelskonzern zu, doch die Gewinnzahlen im ersten Halbjahr waren durchaus erfreulich. Quelle: Reuters
Carrefour

Zwar setzt der Online-Handel in Frankreich dem Einzelhandelskonzern zu, doch die Gewinnzahlen im ersten Halbjahr waren durchaus erfreulich.

(Foto: Reuters)

Ein starkes Geschäft in Europa und Brasilien hat dem Einzelhandelskonzern Carrefour im ersten Halbjahr überraschend viel Gewinn eingebracht. Trotz eines Einbruchs von 21 Prozent am schwächelnden Heimatmarkt und weniger Einnahmen in China stieg das operative Ergebnis des Metro-Rivalen zu konstanten Wechselkursen um 2,6 Prozent auf 726 Millionen Euro, wie der weltweit zweitgrößte Einzelhandelskonzern nach Wal Mart am Freitag mitteilte.

Analysten hatten im Schnitt mit 711 Millionen Euro gerechnet. „Die gute Entwicklung in Europa zeigt, dass die Region nun ein Wachstumsmotor für Carrefour wird“, sagte Finanzchef Pierre-Jean Sivignon.

Carrefour erwirtschaftet fast drei Viertel seines Umsatzes in Europa. Doch ist die Konkurrenz groß und die Preise stehen unter Druck. Vor allem in Frankreich kämpft der Konzern damit, dass die Kunden den Online-Handel und kleinere Geschäfte den riesigen Supermärkten vorziehen.

Carrefour senkt deshalb Kosten, baut verstärkt kleinere Geschäfte auf und renoviert seine Märkte. In Frankreich verleibte sich der Einzelhandelsriese jüngst gut 800 Supermärkte der spanischen Discounter-Kette Dia ein. Die Integrationskosten seien neben höheren Steuern und anderen Effekten ein Grund für den Gewinnrückgang auf 321 Millionen Euro, erklärte Carrefour.

Diese Händler machen Deutschland satt
Platz 10: Globus
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Die Supermarktkette aus dem Saarland entwickelte bereits 1966 ein Konzept, das einem modernen Supermarkt ähnelt. Heute beschäftigt das Unternehmen rund 18.500 Mitarbeiter in 46 SB-Warenhäusern. Im Jahr 2015 erreichte die Globus-Gruppe einen Umsatz von 4,82 Milliarden Euro.

Quelle: TradeDimensions

Platz 9: Rossmann
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Die Drogeriekette kann den Umsatz mit Lebensmitteln im Vergleich zum Vorjahr deutlich steigern. Waren es 2014 noch 5,41 Milliarden Euro, machte Rossmann im vergangenen Jahr 5,75 Milliarden Euro Umsatz. Die Drogeriekette von Dirk Roßmann verkauft vor allem Bio-Lebensmittel und Wein.

Platz 8 : dm
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Der erste dm-Markt eröffnete 1973 in Karlsruhe. Heute ist dm in zwölf europäischen Ländern mit über 3.200 Marken präsent. Mit 7,03 Milliarden Euro Umsatz dürfte der Drogeriekonzern durchaus zufrieden auf das vergangene Jahr zurückblicken.

Platz 7: Tengelmann
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2015 gehörte die Handelskette aus Mühlheim an der Ruhr noch zu den größten Lebensmittelhändlern der Republik mit einem Umsatz von 7,7 Milliarden Euro im Jahr 2015. Im März 2016 wurde allerdings die Übernahme durch den Konkurrenten Edeka von Wirtschaftsminister Gabriel genehmigt.

Platz 6: Lekkerland
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Der Handelsriese mit Sitz in Frechen beliefert vor allem die Shops von Tankstellen und kleine Büdchen. Das Geschäft mit dem Spontan- und Spätkauf katapultiert Lekkerland unter die größten Händler mit einem Umsatz von 9,08 Milliarden Euro.

Platz 5: Metro-Gruppe
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Zum Dax-Konzern gehört mit Metro Cash&Carry nicht nur der führende Lebensmittel-Großhändler, sondern auch die real-Supermärkte. Damit nehmen die Düsseldorfer unter Deutschlands Lebensmittelhändlern eine führende Position ein. Dennoch büßte die Gruppe im Vergleich zu 2014 mehr als drei Milliarden Euro ein und brachte es im vergangenen Jahr auf einen Umsatz in Höhe von 26,13 Milliarden Euro. Verantwortlich dafür ist der Verkauf der Warenhaussparte Galeria Kaufhof.

Platz 4: Aldi
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Beim Lebensmittelabsatz landet der Discounter auch in diesem Jahr nicht auf dem Treppchen – überholt aber Metro und landet auf Platz vier. Der Umsatz stieg 2015 auf 27,8 Milliarden Euro. Aldi Nord und Aldi Süd legten gemeinsam um 1,5 Prozent zu.

  • rtr
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