Supermarkt-Kette
Wetter und Steuern machen Wal-Mart zu schaffen

Die Auswahl in mancher Wal-Mart-Filiale mag riesig sein, doch auch die lockte im ersten Quartal nur wenige Kunden an. Liefe das internationale Geschäft nicht so gut, müsste der Konzern womöglich ein Minus verzeichnen.
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BentonvilleSchlechtes Wetter und eine höhere Einkommenssteuer haben den Kunden von Wal-Mart die Kauflust verdorben. In der Folge sanken im ersten Geschäftsquartal (Februar bis April) die sogenannten vergleichbaren Verkäufe in den USA um mehr als 1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Nach Angaben des weltgrößten Einzelhandelskonzerns vom Donnerstag wirkte sich auch negativ aus, dass die Schecks für die Steuerrückerstattung verspätet rausgingen. Den Kunden fehlte damit Geld für ihre Einkäufe. Vorbörslich fiel die Aktie.

Wal-Mart betreibt in den USA große Einkaufstempel mit Lebensmitteln, Kleidung, Drogeriewaren, Elektronikartikeln und selbst Autozubehör. Der Handelskonzern besitzt auch international Läden. Dieses auswärtige Geschäft legte zu. Deshalb konnte Wal-Mart den Umsatz trotz der ungünstigen Bedingungen im Heimatmarkt noch um 1 Prozent auf 114 Milliarden Dollar steigern (88,6 Milliarden Euro). Der Gewinn verbesserte sich im gleichen Maße auf unterm Strich 3,8 Milliarden Dollar.

Im laufenden zweiten Geschäftsquartal rechnet Wal-Mart damit, dass auch in den USA die Verkäufe wieder anziehen. „Das zweite Quartal hat gut begonnen“, sagte Landeschef Bill Simon am Sitz in Bentonville im Bundesstaat Arkansas. Aus Deutschland hatte sich Wal-Mart schon vor Jahren wegen Erfolglosigkeit zurückgezogen.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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