Supermarktbetreiber
Ahold leidet unter US-Geschäft

Ahold, einer der größten Einzelhändler der Welt, bekommt die Konsumflaute zu spüren. Vor allem macht den Niederländern das Geschäft in den USA Sorgen.

HB AMSTERDAM. Der niederländische Einzelhändler Ahold hat im dritten Quartal mehr umgesetzt als im Vorjahr und damit aber trotzdem die Börse enttäuscht. Zwar traf der Konzern mit einem Umsatzanstieg von 4,3 Prozent auf 6,04 Mrd. Euro die Analystenschätzungen, wie aus der Unternehmensmitteilung vom Dienstag hervorgeht. Die Wirtschaftskrise machte es aber auch Ahold zunehmend schwerer, Kunden in die eigenen Geschäfte zu locken. Im Vergleich zum Vorquartal schwächte sich das Umsatzwachstum in den zurückliegenden drei Monaten ab.

An der Börse verloren Ahold-Aktien zuletzt 2,54 Prozent auf 8,557 Euro. Händler begründeten dies unter anderem damit, dass der Konzern, dem mit Albert Heijn die größte Supermarktkette in den Niederlanden gehört, erstmals seit sechs Jahren einen rückläufigen vergleichbaren Umsatz auf seinem Heimatmarkt ausweisen musste. Die Analysten der UBS zeigten sich zudem enttäuscht, dass Ahold seine Prognose für die Margen-Entwicklung nicht wiederholte. Laut der Bank Nomura, dürfte Ahold aber dennoch Marktanteile hinzugewonnen haben.

Der Konzern macht mehr als die Hälfte seines Umsatzes in den USA. Um sich gegen das schwache Konsumumfeld zu stemmen, hatte Ahold seinen US-Töchtern Stop & Shop, Giant-Landover und Giant-Carlisle ein Modernisierungsprogramm verordnet. Dieses lief an, noch bevor die Wirtschaftskrise andere Händler ebenfalls zum Handeln zwang.

Sowohl in Europa als auch in den USA kämpft die Branche damit, dass Verbraucher weniger Geld ausgeben. Auch im dritten Quartal fuhr Ahold deshalb verstärkt Marketing-Aktionen, um Kunden zu gewinnen. Der Konzern tritt in den Vereinigten Staaten gegen Supermarkt-Konkurrenten wie Safeway , aber auch gegen Discountgrößen wie Wal-Mart oder Target an.

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