Supermarktkette

Rewe will Onlinegeschäft weiter ausbauen

Die Supermarktkette Rewe setzt verstärkt auf den Onlinehandel: Konzernchef Alain Caparros plant neben den bereits vorhandenen E-Commerce-Shops für Wein und für Tierbedarf nun ein Internetangebot für Kosmetik.
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Rewe-Chef Alain Caparros sieht neue Player wie Amazon als „Weckruf, noch mehr zu investieren und zu experimentieren“. Quelle: dpa
Rewes Onlinestrategie

Rewe-Chef Alain Caparros sieht neue Player wie Amazon als „Weckruf, noch mehr zu investieren und zu experimentieren“.

(Foto: dpa)

DüsseldorfDie Supermarktkette Rewe will ihr Onlinegeschäft weiter ausbauen. Neben den bereits vorhandenen E-Commerce-Shops für Wein und für Tierbedarf – weinfreunde.de und zooroyal.de – plant der Handelsriese auch ein Internet-Angebot für Kosmetik, wie Rewe-Chef Alain Caparros im Interview mit der „Wirtschaftswoche“ verriet. Vor allem aber habe das Unternehmen seinen Online-Bestellservice rewe.de ausgebaut und liefere Lebensmittel jetzt in 70 Städten aus.

„Wir müssen dabei sein, sonst nehmen uns andere das Geschäft ab“, sagte Caparros mit Blick auf Amazon. Der Rewe-Chef geht davon aus, dass der amerikanische E-Commerce-Riese bald auch in Deutschland seinen Lebensmitteldienst Amazon Fresh starten wird: „Da wird etwas kommen. Wir wissen, dass sich Amazon Lagerstandorte angeschaut hat, und es werden gerade auch Mitarbeiter rekrutiert.“

Diese Händler machen Deutschland satt
Platz 10: Globus
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Die Supermarktkette aus dem Saarland entwickelte bereits 1966 ein Konzept, das einem modernen Supermarkt ähnelt. Heute beschäftigt das Unternehmen rund 18.500 Mitarbeiter in 46 SB-Warenhäusern. Im Jahr 2015 erreichte die Globus-Gruppe einen Umsatz von 4,82 Milliarden Euro.

Quelle: TradeDimensions

Platz 9: Rossmann
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Die Drogeriekette kann den Umsatz mit Lebensmitteln im Vergleich zum Vorjahr deutlich steigern. Waren es 2014 noch 5,41 Milliarden Euro, machte Rossmann im vergangenen Jahr 5,75 Milliarden Euro Umsatz. Die Drogeriekette von Dirk Roßmann verkauft vor allem Bio-Lebensmittel und Wein.

Platz 8 : dm
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Der erste dm-Markt eröffnete 1973 in Karlsruhe. Heute ist dm in zwölf europäischen Ländern mit über 3.200 Marken präsent. Mit 7,03 Milliarden Euro Umsatz dürfte der Drogeriekonzern durchaus zufrieden auf das vergangene Jahr zurückblicken.

Platz 7: Tengelmann
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2015 gehörte die Handelskette aus Mühlheim an der Ruhr noch zu den größten Lebensmittelhändlern der Republik mit einem Umsatz von 7,7 Milliarden Euro im Jahr 2015. Im März 2016 wurde allerdings die Übernahme durch den Konkurrenten Edeka von Wirtschaftsminister Gabriel genehmigt.

Platz 6: Lekkerland
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Der Handelsriese mit Sitz in Frechen beliefert vor allem die Shops von Tankstellen und kleine Büdchen. Das Geschäft mit dem Spontan- und Spätkauf katapultiert Lekkerland unter die größten Händler mit einem Umsatz von 9,08 Milliarden Euro.

Platz 5: Metro-Gruppe
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Zum Dax-Konzern gehört mit Metro Cash&Carry nicht nur der führende Lebensmittel-Großhändler, sondern auch die real-Supermärkte. Damit nehmen die Düsseldorfer unter Deutschlands Lebensmittelhändlern eine führende Position ein. Dennoch büßte die Gruppe im Vergleich zu 2014 mehr als drei Milliarden Euro ein und brachte es im vergangenen Jahr auf einen Umsatz in Höhe von 26,13 Milliarden Euro. Verantwortlich dafür ist der Verkauf der Warenhaussparte Galeria Kaufhof.

Platz 4: Aldi
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Beim Lebensmittelabsatz landet der Discounter auch in diesem Jahr nicht auf dem Treppchen – überholt aber Metro und landet auf Platz vier. Der Umsatz stieg 2015 auf 27,8 Milliarden Euro. Aldi Nord und Aldi Süd legten gemeinsam um 1,5 Prozent zu.

Caparros sieht neue Player wie Amazon als „Weckruf, noch mehr zu investieren und zu experimentieren“.

Doch auch im stationären Handel sieht der Manager noch Wachstumspotenzial – etwa bei City-Shops für den schnellen Bedarf wie sie Rewe unter dem Namen Rewe-ToGo entwickelt hat. „Rewe-ToGo werden wir jetzt deutschlandweit ausrollen. In den kommenden Jahren sehen wir Potenzial für 400 bis 500 solcher Märkte“, sagte Caparros.

  • dpa
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