Supermarktkette Tesco
Tesco bereitet sich auf Start der US-Tochter vor

Die britische Supermarktkette Tesco bereitet sich nach starkem ersten Halbjahr auf die Eröffnung ihrer ersten Filialen in den USA vor. Vorstandschef Terry Leahy sagte, das Konzept, preiswerte Nachbarschaftsläden mit einem hohen Anteil an Frischware zu eröffnen, stoße auf positive Resonanz. Vor allem das Auslandsgeschäft trug das ansehnliche Wachstum.

HB LONDON. Für den britischen Markt zeigte er sich deutlich optimistischer als zuletzt andere Branchenvertreter. Der Vorstoß des effizienten und profitablen britischen Marktführers auf den US-Markt wird in der Einzelhandelsbranche weltweit mit Spannung erwartet. Von November bis März will Tesco zunächst 50 Läden der Kette „Fresh & Easy“ in Kalifornien, Arizona und Nevada eröffnen. Im folgenden Geschäftsjahr würden es deutlich mehr, sagte Leahy. Er kündigte einen harten Preiswettbewerb gegen die etablierten Konkurrenten an. „Fresh & Easy“ ziele auf alle Einkommensschichten, kündigte er an.

„Das ist eine Chance, wie sie sich nur einmal in jeder Generation bietet“, sagte Leahy. Tesco versucht, eine neue Marktnische zu erschließen und zugleich eine direkte Konfrontation mit dem US-Marktführer Wal-Mart zu vermeiden. Wenn diese Strategie aufgehe, eröffne sich für Tesco ein gewaltiges Umsatzpotenzial, sagen Analysten. Investor Warren Buffet hält das für möglich: Er hat sich wegen des US-Engagements mit knapp drei Prozent an Tesco beteiligt. Der Konzern ist derzeit an der Börse rund 37 Mrd. Pfund (53 Mrd. Euro) wert.

Den britischen Heimatmarkt dominiert Tesco mit einem Anteil von knapp einem Drittel unangefochten. Obwohl das erste Halbjahr mit einem flächenbereinigten Umsatzwachstum von 3,5 Prozent das schwächste seit einigen Jahren war, weigerte sich Leahy, in die Unkenrufe der Branche einzustimmen. Er rechnet nicht damit, dass die britischen Konsumenten wegen der Abkühlung des Immobilienmarktes und steigender Hypothekenzinsen den Gürtel spürbar enger schnallen. Es sehe so aus, als ob die Leitzinsen noch deutlich vor Weihnachten wieder sinken könnten, sagte er. „Das wird die Kunden erleichtern.“

Zuletzt hatten Handelsmanager und Analysten vor einer Abkühlung des Konsumklimas in den kommenden Monaten gewarnt. Doch Leahy weist darauf hin, dass der Tesco-Umsatz nach einer Delle in den verregneten Monaten Juni und Juli im August bereits wieder um fünf Prozent gestiegen sei. „Die Kunden geben immer noch Geld aus, auf jeden Fall tun sie das bei uns.“ Die Tesco-Zahlen spiegeln damit die Berechnungen des Nationalen Statistikamtes, das ebenfalls für August eine deutliche Belebung des Einzelhandels errechnet und damit Volkswirte in Erstaunen versetzt hatte.

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