Susat im Visier
Deloitte in Kauflaune

Auch nach der gescheiterten Fusion mit Roland Berger hält die Prüfungsgesellschaft Deloitte an ihrem Expansionsplan fest. Dabei sollen auch andere Beratungsfirmen zugekauft werden. Seit Wochen laufen Verhandlungen.
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DÜSSELDORF. Nach der Absage Roland Bergers an eine Fusion hält die Prüfungsgesellschaft Deloitte an ihrem Expansionsplan fest. Deutschland-Chef Martin Plendl setzt "massiv" auf Wachstum und dabei vor allem auf den Zukauf anderer Beratungsfirmen. Ein entsprechendes Konzept ist in Arbeit und soll von den 260 deutschen Deloitte-Partnern im Dezember verabschiedet werden.

Bis dahin könnte Plendl vielleicht einen kleinen Deal unter Dach und Fach bringen. Mit der Hamburger Prüfungs- und Beratungsfirma Susat (50 Mio. Euro Umsatz) werden seit Wochen Verhandlungen zur Eingliederung geführt. Das zeigt nach Einschätzung von Branchenbeobachtern, dass Deloitte sowohl im Consultingbereich als auch im angestammten Prüfungsgeschäft wachsen will.

Plendl steht im globalen Deloitte-Imperium unter besonderem Druck. Der weltweit größte Wirtschaftsprüfer (26 Mrd. Dollar Umsatz) liegt in Deutschland weit abgeschlagen hinter KPMG, Ernst & Young und PwC (jeweils über eine Mrd. Euro Umsatz) auf dem vierten Rang. Im abgelaufenen Geschäftsjahr, das im Juni endete, brach das Geschäft von 716 Mio. auf 577 Mio. Euro ein. Hauptursache waren auslaufende Berateraufträge bei Siemens im Zusammenhang mit der Korruptionsaffäre.

Nur dem Zufall ist es zu verdanken, dass Deloitte noch ein Dax-Mandat hat: Die Münchener Berater prüfen den Dax-Aufsteiger K+S, alle anderen Mandate teilen sich die großen Konkurrenten. Mit der als Fusion verkauften Übernahme Roland Bergers wäre Deloitte zumindest im Geschäftsvolumen etwas näher an KPMG und Co. herangerückt.

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