Swatch
China-Schwäche lässt Uhrenkonzern kalt

China ist für den Uhrenhersteller Swatch der wichtigste Markt. Doch von der Konjunkturabkühlung in dem Land lassen sich die Schweizer nicht beeindrucken. Die Hoffnung ruht nun auf einer Uhr mit Bezahlfunktion.

FrankfurtDer Schweizer Uhrenkonzern Swatch lässt sich von der Konjunkturabkühlung in China nicht beeindrucken und blickt zuversichtlich ins kommende Jahr. „Wir sind gut aufgestellt, haben dieses Jahr kräftig investiert, die Pipeline stimmt“, sagte Firmenchef Nick Hayek dem Schweizer Magazin „Finanz und Wirtschaft“. Das Geschäft ankurbeln solle auch eine Uhr mit Bezahlfunktion, die in China starte und im Frühjahr 2016 auch in der Schweiz auf den Markt kommen solle. Bei dieser Uhr habe Swatch keine großen Summen investieren müssen, man werde von Anfang an auch bei kleinen Stückzahlen Geld damit verdienen.

China bleibe für Swatch der wichtigste Markt, betonte Hayek. „China zu vernachlässigen wäre äußerst fahrlässig“, sagte er. In Hongkong sehe er jedoch eine Verunsicherung bei Händlern. Dort hätten Konkurrenten mit massiven Preiserhöhungen und -senkungen auf Wechselkursveränderungen reagiert. „In den nächsten sechs Monaten wird sich Hongkong nicht massiv erholen“, betonte Hayek. Dort sei aber jetzt der richtige Moment für Investitionen.

Im ersten Halbjahr hatte der Weltmarktführer den Umsatz um 3,6 Prozent auf 4,25 Milliarden Franken gesteigert. Der Gewinn fiel hingegen um rund ein Fünftel auf 548 Millionen Franken. Hauptgrund für den Einbruch war der stärkere Franken.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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