„Sweetener Challenge“
Coca-Cola will gesünder werden

Da die Menschen weltweit gesünder trinken, sucht der Getränke-Riese Coca-Cola nach gesunden Alternativen zum Zucker. Das Unternehmen vergibt eine Million Dollar für den, der einen gesunden Süßstoff entwickelt.
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New YorkEine Million Dollar für einen Zuckerersatz: Coca-Cola sucht in der Crowd nach einer gesunden Alternative zum Zucker. Unter dem Titel „Sweetener Challenge“ bietet der Getränke-Produzent eine Million Dollar für die Gewinner, die ein Molekül oder eine chemische Verbindung entwickeln, mit der man Lebensmittel und Getränke kalorienarmer süßen kann.

Es sind schwierige Zeiten für Softdrink-Hersteller, gerade für Coca-Cola. Denn Zucker ist nicht mehr angesagt. Auch in Amerika ernähren sich die Menschen gesünder, suchen nach zucker- oder fettarmen Bio-Produkten. Ihnen ist klar geworden, dass die süßen Softdrinks mit Schuld sind an Übergewicht und Diabetes 2 – die längst zu Volkskrankheiten geworden sind.

Während Erzkonkurrent Pepsi-Co sein Sortiment schon länger dem neuen, gesünderen Geschmack der Kunden anpasst, hat Coca-Cola den Trend erst später entdeckt. Nach Ansicht von Hudson River Capital ist Pepsis „Pipeline viel besser angepasst und diversifiziert als die Pipeline des Konkurrenten Coca-Cola“.

Ganz offensichtlich will Coca-Cola das nun ändern. Noch bis zum 18. Januar 2018 haben die Teilnehmer der „Sweetener Challenge“ Zeit. Um die Erfinder zu erreichen, nutzt Coca-Cola die Crowd Sourcing Platform HeroX.
Das Unternehmen stellt klar, dass der neue Zuckerersatz nicht auf der Süßkraut-Pflanze Stevia und auch nicht auf dem Kürbisgewächs Lo Han Guo beruhen darf. „Die Substanz muss genau so gut performen wie Saccharose („Zucker“) bei den meisten Eigenschaften – Geschmack, Performance, Sicherheit, Kosten und Akzeptanz von Seiten der Verbraucher“ präzisiert das Unternehmen auf seiner Internetseite.

Süßstoffe gibt es schon seit Jahrzehnten. Aber der Geschmack kommt auch nach all der Forschung und Entwicklung nicht an den von echtem Zucker heran. Aspartam und Sacharin überzeugen noch immer nicht alle Verbraucher. Vielleicht wird Coca-Cola nun außerhalb seines Unternehmens findig.

Katharina Kort
Katharina Kort
Handelsblatt / Korrespondentin

Kommentare zu " „Sweetener Challenge“: Coca-Cola will gesünder werden"

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  • Der "Hessische Trinkerverband" war schon immer gegen dieses Allolol freies Teufelszeug, weg damit und ab in den Rausch, man hat seine Rechte.

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