Swiss beantragt Aussetzung vom Aktien-Handel
Weg für Lufthansa offenbar frei

Die Übernahme der Fluggesellschaft Swiss durch die Deutsche Lufthansa wird immer wahrscheinlicher. Nach Informationen aus Verhandlungskreisen steht nichts mehr im Weg.

HB ZÜRICH/FRANKFURT. An diesem Dienstag tagen die Aufsichtsräte der Gesellschaften und der Verwaltungsrat der Schweizer Luftlinie, wie es in Kreisen der Gesellschaften hieß. Danach sollen die Angebote und Entscheidungen veröffentlicht werden. Die Swiss beantragte am Montag die Aussetzung des Handels mit ihren Aktien an der Schweizer Börse bis Dienstagabend. Damit solle der „Unsicherheit im Kapitalmarkt im Vorfeld der Verwaltungsratssitzung“ vorgebeugt werden.

Als eine weitere Erleichterung für die Übernahme wurde am Montag eine Einigung der Swiss mit den Gewerkschaften auf einen vom 1. April an gültigen Gesamtarbeitsvertrag für das Bodenpersonal bewertet. Auch wurde ein neuer Sozialplan vereinbart. Damit konnte ein vertragsloser Zustand vom 1. April 2005 an abgewendet werden. Damit gilt beim Bodenpersonal der Swiss auch in Zukunft die Friedenspflicht. Nun stehen noch schwierige Gespräche mit den Piloten der Swiss an.

Die Lufthansa bestätigte die Sitzung des LH-Aufsichtsrates an diesem Dienstag, wollte sich zu den Verhandlungen aber nicht äußern. „Solange wir verhandeln, können wir den Verlauf der Gespräche nicht kommentieren“, sagte eine Lufthansa-Sprecherin. „Wir brauchen noch die Zustimmung der zuständigen Gremien, also des Aufsichtsrates der Lufthansa, des Verwaltungsrates und der Großaktionäre der Swiss.“ Dazu gehört vor allem der Schweizer Bund, der knapp über 20 % der Aktien hält.

Am Montagabend wollte die Finanzdelegation des Schweizer Parlaments zusammenkommen. „Es wird über die Zukunft der Swiss gesprochen“, sagte ein Sprecher der Parlamentsdienste in Bern. Unter anderem werde über das Mitbestimmungsrecht des Schweizer Parlaments bei einem Swiss-Verkauf beraten. Wie in etwa 80 % der Fälle gehe er davon aus, dass das Parlament kein Mitspracherecht haben werde. Die Entscheidung über den Verkauf des 20-prozentigen Anteils werde letztendlich die Regierung am Dienstag treffen. Der Sprecher erwartet eine Zustimmung der Regierung zum Verkauf. „Der Entscheid dürfte eine Signalwirkung für eine Übernahme haben“, fügte er hinzu.

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