Symrise steigert Gewinn
Zukauf zahlt sich für Dufthersteller aus

Der niedersächsische Duft- und Aromenhersteller Symrise liegt „voll auf Kurs“: Die Übernahme des französischen Rivalen Diana ermöglichte den Deutschen kräftige Zunahmen bei Umsatz und Nettogewinn.
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HolzmindenDie Übernahme des französischen Rivalen Diana zahlt sich für den Duft- und Aromenhersteller Symrise aus. Der bereinigte operative Gewinn (Ebitda) nahm im dritten Quartal um 27 Prozent auf 125,4 Millionen Euro zu, wie das niedersächsische Unternehmen am Donnerstag mitteilte.

Die weltweite Nummer vier unter den Riech- und Geschmacksstoffherstellern nach Givaudan sowie den Konzernen Firmenich und International Flavors & Fragrances (IFF) setzte von Juli bis September 588,2 Millionen Euro um - ein Zuwachs von 26 Prozent. Anleger honorierten die Ergebnisse: Die Aktie stieg im frühen Handel um fast fünf Prozent und setzte sich an die Spitze des Nebenwerteindex MDax.

Das Unternehmen aus Holzminden hatte Diana für 1,3 Milliarden Euro übernommen und sich damit neue Geschäftsfelder erschlossen. So wurde Symrise mit dem Zukauf zur weltweiten Nummer Eins bei Aromen für die Tierernährung. Diana ist seit Juli in den Büchern von Symrise.

Der Konzern, der Parfümhersteller wie Christian Dior und große Lebensmittelhersteller wie Nestle zu seinen Kunden zählt, baute im dritten Quartal seinen Nettogewinn um kräftige 28 Prozent von 59,5 Millionen Euro aus. Rund lief es für den Konzern insbesondere im Lateinamerika, wo die Nachfrage kräftig anzog, sowie im Heimatmarkt Europa. In Lateinamerika musste Symrise allerdings Währungseinbußen hinnehmen.

„Symrise ist voll auf Kurs und in hervorragender Verfassung“, erklärte Konzernchef Heinz-Jürgen Bertram und bekräftigte die Jahresziele. Symrise will 2014 schneller wachsen als der Weltmarkt für Düfte und Aromen, dem er ein Plus von zwei bis drei Prozent zutraut.

Zudem strebt das Unternehmen 2014 eine operative Rendite (Ebitda-Marge) von mehr als 20 Prozent an. Im dritten Quartal lag sie bei 21,3 Prozent. Bis 2020 strebt der Konzern im Schnitt ein Umsatzwachstum von jährlich fünf bis sieben Prozent und eine operative Rendite von 19 bis 22 Prozent an.

Branchenprimus Givaudan aus der Schweiz hatte bereits im Oktober seinen Bericht zum dritten Quartal vorgelegt. Danach konnte der Schweizer Konzern flaue Geschäfte in Europa und in den USA durch eine starke Nachfrage in den Schwellenländern wettmachen können. Givaudan baute den Umsatz um 2,6 Prozent auf 1,12 Milliarden Franken aus.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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