Talsohle durchquert
Fusionen treiben Beratungsgeschäft

Das Geschäft der Wirtschaftsprüfer brummt. Alle großen Gesellschaften berichten über kräftig steigende Honorarumsätze und neue Mandate.

DÜSSELDORF. Treibende Kräfte dieses Trends sind die Umstellung auf die internationale Rechnungslegung IFRS, das boomende Fusions-Geschäft und neue Systeme zur Qualitätskontrolle. Die drei in Deutschland führenden Gesellschaften PWC, KPMG sowie Ernst & Young berichten über knapp zweistellige Zuwächse. Aber auch die mittelständischen Wirtschaftsprüfer profitieren vom hohen Beratungsbedarf. „2005 war eines der besten Jahre, die wir je hatten“, sagte Bernd Rödl dem Handelsblatt.

Seine Familiengesellschaft Rödl & Partner folgt mit 151 Mill. Euro Umsatz (2004) zwar mit einigem Abstand den so genannten „big four“ der Branche. Rödl & Partner ist aber inzwischen auch so stark im Ausland vertreten, dass die Industrieunternehmen im Zuge ihrer Internationalisierung als Kunden gehalten werden können. Beratungsbedarf gibt es in diesem Zusammenhang vor allem bei den Rechtsstrukturen: Wie soll die neue Tochter im Ausland aussehen, wie soll sie steuerschonend im Inland angebunden werden? Darüber hinaus erteile die öffentliche Hand immer mehr Aufträge, berichtet Rödl. Immer mehr Kommunen rüsteten ihre Finanzwirtschaft von der Kameralistik auf die doppelte Buchführung um.

Den großen Schub durch die Umstellung der Rechnungslegung auf neue Standards erwartet Rödl erst noch in den nächsten Jahren. Vorerst gehe es um schätzungsweise 1 000 Gesellschaften, die gesetzlich zur Umstellung auf IFRS gezwungen seien. Doch es gebe weit mehr mittelständische Unternehmen, die in den nächsten Jahren umstellen werden. Gebremst werden derzeit noch viele Kandidaten vom drohenden Verlust an Eigenkapital durch die veränderten Buchführungsvorschriften.

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