Tank & Rast

Autobahn-Raststätten bekommen Ladesäulen für E-Autos

Tank & Rast will seine gesamten Tank- und Rastanlagen mit Schnellladesäulen für E-Autos ausstatten. Laut einem Zeitungsbericht arbeitet der Raststättenbetreiber dabei eng mit den Automobilkonzernen zusammen.
Update: 15.11.2016 - 14:52 Uhr Kommentieren
Tank & Rast plant bis Ende 2017, seine 390 Tank- und Rastanlagen mit typenunabhängige Schnellladesäulen auszustatten. Quelle: obs
Stromtanken entlang der Autobahn

Tank & Rast plant bis Ende 2017, seine 390 Tank- und Rastanlagen mit typenunabhängige Schnellladesäulen auszustatten.

(Foto: obs)

Berlin/StuttgartDer Raststättenbetreiber Tank & Rast treibt den Bau von Ladestationen für Elektroautos an Autobahnen voran. Derzeit gebe es bereits an 60 Standorten bundesweit Schnellladesäulen, an denen E-Autos binnen weniger Minuten aufgeladen werden können, sagte ein Sprecher am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP. Bis Ende 2017 sollen demnach an allen 390 Tank- und Rastanlagen des Unternehmens typenunabhängige Schnellladesäulen stehen.

Die „Bild”-Zeitung berichtete unter Berufung auf Branchenkreise, Autokonzerne wie BMW, Daimler und Volkswagen seien mit Tank & Rast in Gesprächen über ein bundesweites Ladenetz für Elektro-Fahrzeuge. Dieses Netz solle bis spätestens 2018 stehen, weil die Unternehmen dann mit neuen E-Modellen auf den Markt kommen wollten.

Tank & Rast hat sich bereits vor einiger Zeit selbst das Ziel gesteckt, bis 2018 alle seine Tank- und Raststätten mit Schnellladesäulen für Elektrofahrzeuge auszurüsten. Dabei arbeitet das Unternehmen mit dem Bundesverkehrsministerium zusammen.

Darüber hinaus gebe es „regelmäßig Gespräche mit interessierten Parteien über die Unterstützung von Mobilitätskonzepten der Zukunft”, ergänzte der Sprecher. Konkrete weitere Vereinbarungen gebe es derzeit jedoch nicht.

Wie sich die Autoriesen elektrisieren
Unter Strom
1 von 14

Die Zukunft fährt elektrisch. In einer Studie hat das Center of Automotive Management (CAM) der FH Bergisch-Gladbach die elektrischen Strategien untersucht. Insbesondere die deutschen Hersteller müssen nun die Aufholjagd starten, sagen die Wissenschaftler. Was die Konzerne planen – und wie viel elektrische Autos sie in Deutschland verkaufen.

GM (Opel) – Die Rückkehr des Ampera
2 von 14

Noch im Jahr 2012 wurde der Ampera zu Europas Auto des Jahres gekürt. Wirklich erfolgreich wurde der Plug-in-Hybrid aber nie. Im ersten Halbjahr 2016 verkaufte Opel kein einziges elektrisches oder halbelektrisches Auto. Das soll sich bald ändern. In Paris zeigen die Rüsselsheimer den Ampera-E: ein reines Elektroauto mit 400 Kilometern Reichweite, das mit dem Vorgänger nur den Namen gemein hat.

Ford – Noch einmal mit Gefühl
3 von 14

Nur zwei Mal wurde der Ford Focus Electric im ersten Halbjahr in Deutschland verkauft. Ford hat bei der Elektromobilität bislang wenig zu bieten. Darum sollen nun 4,5 Milliarden Dollar in die Entwicklung der Elektromobilität investiert werden. Bis 2020 sollen 40 Prozent aller Ford-Modelle elektrifiziert werden.

Toyota – der skeptische Weltmarktriese
4 von 14

Obwohl die Japaner massiv auf den Hybrid setzen, geht die Elektrifizierung bei Toyota noch nicht sonderlich weit. Gerade einmal 22 Exemplare des Prius Plug-in-Hybrid wurden im ersten Halbjahr in Deutschland verkauft. Und ein reines Elektroauto hat Toyota derzeit nicht mal im Angebot.

PSA (Peugeot und Citroen) – Franzosen mit Nachholbedarf
5 von 14

Die Schwestermodelle Peugeot iOn und Citroen C-Zero kommen langsam in die Jahre. Mickrige 79 Exemplare wurden im ersten Halbjahr in Deutschland zugelassen. Gemeinsam mit Dongfeng haben die Franzosen darum eine Elektro-Plattform entwickelt, auf der bis 2021 sieben reine Elektroautos entstehen sollen. Insgesamt will PSA bis dahin elf elektrische Modelle anbieten.

Hyundai-Kia – Elektrooffensive aus Korea
6 von 14

Die koreanischen Schwesterkonzerne wollen bei der elektrischen Mobilität vornewegfahren. Die 302 verkauften Elektroautos im ersten Halbjahr gehen vor allem auf das Konto des Kia Soul EV. Mit dem neuen Ioniq will Hyundai als erster Hersteller ein Modell anbieten, das als Hybrid, Plug-in-Hybrid und als reines Elektroauto erhältlich sein soll.

Geely (Volvo) – Schwedischer Herzschlag
7 von 14

Wer große SUV wie den Volvo XC90 baut, der braucht elektrische Hilfe – schon alleine um die strengen Abgaswerte einzuhalten. Rund 468 Plug-in-Hybride haben die Schweden mit der chinesischen Mutter im ersten Halbjahr in Deutschland verkauft. 2019 soll das erste Elektroauto mit einer Reichweite von 500 Kilometern vorgestellt werden.

Die Autobauer nannten keine Einzelheiten, hoben aber die Bedeutung einer besseren Abdeckung mit Lademöglichkeiten hervor. Daimler betonte, dass der Netzausbau im Konzern eine hohe Priorität habe. „Klar ist, dass das Thema Infrastruktur für E-Fahrzeuge ein Kernthema der Branche bleibt“, sagte eine Sprecherin in Stuttgart.

Zu Details über ein angeblich schon vorliegendes Konzept äußerte sie sich nicht. „Wir sind mit den anderen Autoherstellern weiterhin über die Nationale Plattform Elektromobilität in einem engen Austausch.“ Bei Audi und BMW hieß es, zu Spekulationen nehme man keine Stellung.

Fehlendes Ladenetz bremst Elektroautos
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: Tank & Rast - Autobahn-Raststätten bekommen Ladesäulen für E-Autos

0 Kommentare zu "Tank & Rast: Autobahn-Raststätten bekommen Ladesäulen für E-Autos "

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%