Tanneries du Puy
Hermès kauft seinen Leder-Lieferanten in der Auvergne

Seit Jahren kauft das Modehaus Hermès einen Teil seines Leders in der Auvergne. Nun übernimmt die Luxusmarke eine ganze Gerberei – und sorgt damit für den Erhalt von rund hundert Arbeitsplätzen in der Region.

ParisDas Modehaus Hermès kauft einen langjährigen Lieferanten für Leder: die Gerberei Tanneries du Puy. Damit blieben rund hundert Arbeitsplätze in der Region Auvergne im Zentrum des Landes erhalten, teilte Hermès am Donnerstag mit. Ein Kaufpreis wurde nicht genannt. Die 1946 gegründete Gerberei im Ort Puy-en-Velay ist auf Kalbsleder spezialisiert. Sie beliefert nach eigenen Angaben „die bekanntesten Schuh- und Luxuslederwarenhersteller der Welt“. 50 Prozent der Verkäufe gehen demnach ins Ausland.

Hermès hatte bereits 2013 die Gerberei Tannerie d’Annonay im französischen Département Ardèche gekauft. Die Luxusmarke erklärte am Donnerstag, der Kauf der Tanneries du Puy reihe sich ein in die Bemühungen von Hermès, „einzigartige“ handwerkliche Fähigkeiten zu bewahren sowie die Belieferung mit Materialien zu sichern.

Luxusmarken bevorzugen für ihre Handtaschen oder Koffer Kalbsleder, das leichter zu färben ist. Wenn möglich, nehmen sie eine einzige Haut ohne Flecken oder Narben für ein Produkt. Bei Hermès machen Lederwaren fast die Hälfte der Umsätze aus, im dritten Quartal waren es 47 Prozent. In Frankreich gab es Ende 2014 noch 19 Gerbereien mit insgesamt rund 800 Beschäftigten.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
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