Tarifeinigung
T-Systems-Mitarbeiter erhalten Lohnzuschlag

Der Tarifstreit bei der Deutschen Telekom ist beendet. Auch für die Beschäftigen der IT-Tochter T-Systems gibt es eine Einigung. Über eine Laufzeit von 27 Monaten erhalten sie ein gutes Lohnplus.
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FrankfurtVerdi und Deutsche Telekom haben sich auch für die verbleibenden Beschäftigten in Deutschland auf höhere Gehälter geeinigt. Die 18.500 Tarifbeschäftigten der IT-Tochter T-Systems erhalten über eine Laufzeit von 27 Monaten insgesamt 6,5 Prozent mehr Lohn, wie die Gewerkschaft am Dienstag mitteilte. Die Telekom bestätigte den Kompromiss.

Betriebsbedingte Kündigungen bleiben demnach bis Ende 2013 ausgeschlossen. Die beiden untersten Entgeltgruppen sollen der Einigung zufolge 7,2 Prozent mehr Lohn erhalten. „Es konnten bemerkenswerte Strukturverbesserungen, mehr Sicherheit und eine ordentliche Lohnerhöhung realisiert werden“, lobte Verdi-Bundesvorstandsmitglied Lothar Schröder den Abschluss.

„Nach langen Verhandlungen haben wir einen Kompromiss erzielt. Uns gibt die stufenweise Erhöhung und die lange Laufzeit Planungssicherheit. Aber natürlich zwingt uns der Abschluss zu strenger Kostendisziplin“, kommentierte der Personalchef von T-Systems, Georg Pepping, das Ergebnis. Das hatte auch Konzernfinanzchef Tim Höttges in der Vorwoche unterstrichen. Allein der Abschluss für die Telekom Deutschland und das Hauptquartier in Bonn koste den Konzern 300 Millionen Euro.

Die Gehaltserhöhung soll in drei Stufen erfolgen. So erhalten die Beschäftigten rückwirkend zum 1. Mai 2,3 Prozent mehr Geld, zum 1. Januar und 1. September 2013 sollen die Gehälter dann nochmals um jeweils 2,1 Prozent steigen. Der Tarifvereinbarung hat eine Laufzeit bis zum 31. März 2014. Über das Ergebnis muss noch die große Tarifkommission von Verdi entscheiden.

Der neue Abschluss gelte rückwirkend ab Anfang Mai. In den vergangenen Wochen haben sich Verdi und die Telekom bereits auf ein Lohnplus von jeweils 6,5 Prozent für die 50.000 Beschäftigten im Deutschland-Geschäft und für die 17.000 Mitarbeiter der Konzernzentrale in Bonn verständigt. Hier gelten die Tarifverträge 24 Monate.

Die Tarifgespräche gestalteten sich zäh und wurden von Warnstreiks begleitet. Die Telekom hatte vor dem Auftakt Ende Januar erklärt, dass sie angesichts des harten Wettbewerbs und der Konjunkturflaute den Gürtel noch enger schnallen müsse. Die Mitarbeiter müssten dazu einen Beitrag leisten. Der Konzern hatte eine Nullrunde gefordert. Verdi verwies hingegen darauf, dass die Telekom gut drei Milliarden an ihre Aktionäre ausschütte und in Deutschland gut verdiene.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Da der alte Tarifvertrag schon zum Jahresende ausgelaufen ist und durch die lange Laufzeit sind das sagenhafte 2.26% im Jahr - abzüglich Steuerprogression und Inflation.
    Soviel zu den 6.5% !

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