Tarifkonflikt bei der Bahn
Ab Montag regiert der Notfahrplan

Bahnkunden müssen sich ab Montag wieder auf lange Wartezeiten, volle Züge und ausgefallene Anschlüsse einstellen. Die Deutsche Bahn will zwar mit einem Notfahrplan auf den Streik der Lokführer reagieren, doch nur 50 Prozent der ICE- und Regionalzüge sollen ab Montag fahren. Die wichtigsten Einschränkungen im Überblick.

HB BERLIN. Bahnkunden müssen sich ab Montag wieder auf lange Wartezeiten, volle Züge und ausgefallene Anschlüsse einstellen. Ab 0.00 Uhr will die Lokführergewerkschaft GDL den Personen- und Güterverkehr lahmlegen. Die Bahn hat einen Notfahrplan aufgestellt, doch nur 50 Prozent der ICE- und Regionalzüge sollen ab Montag fahren. Der Nahverkehr in Berlin wird faktisch lahm gelegt.

Das für den Personenverkehr zuständige Bahn-Vorstandsmitglied Karl-Friedrich Rausch sagte, IC-Verbindungen würden vorerst eingestellt. Im Fernverkehr sollen neben ICE auch internationale Züge sowie Auto- und Nachtzüge fahren. Im Zweistundentakt werden demnach die ICE-Hauptstrecken Hamburg-Berlin-Leipzig-München, Köln/Bonn-Hamm-Hannover-Berlin und Köln-Frankfurt/Flughafen-Mannheim-Basel bedient.

Der S-Bahnverkehr in Hamburg soll laut Rausch im 20-Minuten-Takt aufrechterhalten werden. In Berlin wird die S-Bahn auf den Linien im 60-Minuten- und auf dem Ring im 15-Minuten-Takt fahren. Weil in der Hauptstadt wegen des Tarifkonflikts zwischen den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) und der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi bereits Busse, Straßenbahnen und U-Bahnen bestreikt werden, dürfte ein Weiterkommen im öffentlichen Nachverkehr ab Montag äußerst schwierig werden.

Wie auch bei den vorangegangenen Bahnstreiks wird der Osten Deutschlands besonders betroffen sein. Dort sind mehr Lokführer bei der GDL organisiert. Laut Rausch werden ab Montag in Ostdeutschland nur zehn Prozent und in Westdeutschland 50 Prozent der Züge fahren.

Die Bahn rät ihren Kunden, sich vor Reiseantritt im Internet unter bahn.de/aktuell oder über die Hotline 08000-996633 zu informieren. Bahnkunden, die bereits eine Fahrkarte haben, ihre Reise wegen des Streiks aber nicht antreten können, bekommen ihr Ticket ganz oder teilweise erstattet.

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