Tarifkonflikt bei der Lufthansa
Ex-Ministerpräsident schlichtet gratis

Matthias Platzeck, Ex-Ministerpräsident von Brandenburg, verzichtet in seiner Position als Schlichter im Tarifstreit der Lufthansa auf sein Honorar. Üblicherweise bekommen Vermittler Summen im sechsstelligen Bereich.

FrankfurtEx-Ministerpräsident Matthias Platzeck verlangt für die Schlichtung des zähen Tarifkonflikts zwischen der Lufthansa und ihren Flugbegleitern kein Geld. Das sagte ein Sprecher der Kabinengewerkschaft Ufo am Montag.

Üblicherweise können Vermittler mit einem Honorar im sechsstelligen Euro-Bereich rechnen. Platzeck bekommt aber seine Spesen erstattet. Es nicht das erste Mal, dass der frühere Politiker für seine Dienste keinen Lohn verlangt: Den Streit der Bahn mit den Lokführern schlichtete er vor einem halben Jahr ebenfalls gratis.

Ufo bestreikte die Lufthansa im November eine Woche lang - es war der längste Arbeitskampf in der Geschichte der Kranich-Fluglinie. Bald danach setzen sich die Tarifparteien aber an den Verhandlungstisch und Ende voriger Woche gelang unter Leitung von Platzeck der erste Durchbruch bei wichtigen Themen wie dem Gehalt der 19.000 Kabinenmitarbeiter. Bis zum Sommer sollen auch für die anderen Streitpunkte Kompromisse ausgehandelt werden. Streiks schließen die Flugbegleiter bis dahin aus.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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