Tarifkonflikt der Tourismusbranche
Erster Warnstreik bei Tui

Rund 350 Beschäftigte von Tui Deutschland haben am Mittwochmorgen in Hannover für mehrere Stunden die Arbeit niedergelegt. Nach Angaben der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi handelte es sich um die erste Streikaktion überhaupt in der bundesdeutschen Tourismusbranche.

HB HANNOVER. Mit der Arbeitsniederlegung wolle man der Forderung nach einer Erhöhung der Gehälter um 120 Euro im Monat Nachdruck verleihen, sagte eine Verdi-Sprecherin. Dies seien im Durchschnitt umgerechnet 5,2 Prozent mehr Geld. Die Tarifverhandlungen für die Branche mit bundesweit rund 70 000 Beschäftigten waren im vergangenen Herbst gescheitert. Am 24. Juni treffen sich die beiden Tarifparteien zu einem Sondierungsgespräch.

Die Tourismusbranche dürfe nicht von der allgemeinen Gehaltsentwicklung abgekoppelt werden, sagte Verdi-Sprecherin Sonja Brüggemeier weiter. Die Branche stehe wirtschaftlich wieder so gut da, wie vor den Anschlägen vom 11. September 2001. Die Arbeitgeber hätten bislang lediglich eine Gehaltserhöhung von 1,2 Prozent bei einer Heraufsetzung der Wochenarbeitszeit um 1,5 Stunden angeboten.

Die Branchenriesen Tui und Thomas Cook hatten nach dem vorläufigen Scheitern der Tarifverhandlungen angekündigt, ihren Beschäftigten von April an freiwillig drei Prozent mehr Geld zu überweisen. Verdi kritisiert aber, dies sei tariflich nicht gesichert, somit hätten die Beschäftigten darauf keinen Rechtsanspruch. Das Angebot entspreche nicht annähernd den Forderungen.

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