Tarifkonflikt
Gewerkschaft setzt Streik am Frankfurter Flughafen aus

Die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) nimmt das Gesprächsangebot von Fraport an. Der Flughafenbetreiber hatte die GdF aufgefordert, vor neuen Verhandlungen den Streik zu beenden. Das passiert aber nicht sofort.
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FrankfurtDie Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) beendet vorerst den Streik am Frankfurter Flughafen. Entscheidend sei das schriftliche Gesprächsangebot des Betreibers Fraport gewesen, erklärte Tarifvorstand Markus Siebers am Mittwoch in Frankfurt. Man wolle möglichst am Donnerstag auf Vorstandsebene ohne Vorbedingungen verhandeln.

Der Ausstand werde mit Beginn der Nachtschicht gegen 21 Uhr beendet, sagte der Bundesvorsitzende der GdF, Michael Schäfer. Eine Stunde später sollten sie dann den Flugzeugbetrieb am Boden wieder operativ übernehmen. Der Streik werde ruhen bis zu einem möglichen Ergebnis weiterer Gespräche mit Fraport oder bis zum Abbruch der Verhandlungen durch eine Tarifpartei, sagte Schäfer.

Man werde in den Gesprächen schnell sehen, ob man sich annähern könne, sagte der GdF-Tarifvorstand Markus Siebers. Wenn man nicht zusammenkomme, werde man sich am Montag schnell wieder beim Streik am Flughafen treffen.

Am Mittwochmorgen hatte Fraport mitgeteilt, dass der GdF schriftlich ein Gesprächsangebot unterbreitet worden sei. „Wir erwarten von der GdF, dass sie dieses Gesprächsangebot annimmt und den Streik beendet“, sagte Fraport-Chef Stefan Schulte. Inhaltlich enthalte das Angebot aber nichts Neues. „Wir haben keine Zahlen genannt, da wir Gespräche ohne Vorbedingungen wollen“, betonte er.

Einzige Forderung an die GdF sei, dass der Streik abgebrochen werde, der auf dem größten deutschen Flughafen schon fünf Tage lang zu Flugausfällen und Verspätungen führt. Der Forderung kommt die GdF jetzt nach.

Wie GdF-Chef Schäfer sagte, erhielt die Gewerkschaft das Schreiben am späten Vormittag gegen 11 Uhr per Fax und per E-Mail. „Wir haben den Inhalt geprüft und Fraport daraufhin unserer Bereitschaft mitgeteilt, Gespräche aufzunehmen“, sagte Schäfer. Die Gespräche würden ab Donnerstagmorgen stattfinden.

Bislang hatte die GdF stets unterstrichen, nur auf Basis des bereits ergangenen Schlichterspruchs mit dem Flughafen verhandeln zu wollen. Fraport hatte den Schlichtervorschlag abgelehnt. Seit vergangenem Donnerstag streiken am größten deutschen Flughafen 200 Flugzeugeinweiser und wollen damit Lohnerhöhungen erreichen. Fraport hatte sich darauf vorbereitet und intern Personal geschult, das die Aufgaben übernimmt. Der Streik sollte ursprünglich noch bis Freitag, 23 Uhr andauern.

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  • Nach wie vor gilt:
    Die 200 hochqualifizierten Streikenden sollen sich am Samstag 25.02.2012, zwischen 08.00 - 10.00 Uhr am Kaisersack (Ausgang Hauptbahnhof Frankfurt) ihre Papiere abholen.
    Man braucht sie zwischenzeitlich nicht mehr, da Ersatzpersonal in kürzester Zeit ausgebildet werden kann. Ein langjähriges Studium ist bei diesen Spezialisten nicht erforderlich.

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