Tarifkonflikt
LTU-Piloten stimmen für Streik

Die Piloten der künftig zu Air Berlin gehörenden Fluggesellschaft LTU haben nach Angaben der Vereinigung Cockpit mit großer Mehrheit für einen Streik gestimmt. Die LTU-Crews fordern unter anderem mehr Gehalt und längere Ruhezeiten. Einen Streik-Vorgeschmack haben am Montagmorgen bereits mehr als 2000 Passagiere bekommen.

HB FRANKFURT. 96 Prozent der abgegebenen Stimmen hätten sich für einen Streik ausgesprochen, 91 Prozent der Piloten hätten sich an der Abstimmung beteiligt, teilte die Gewerkschaft am Montag mit. Ob und wann es zu einem Arbeitskampf komme, sei noch offen. Dies hänge von den Gesprächen mit der LTU-Führung über einen neuen Tarifvertrag ab.

Die Tarifverhandlungen sind bislang an unterschiedlichen Vorstellungen über Vergütungen und Arbeitszeitregelungen gescheitert. Die LTU-Führung hatte zu Beginn der Urabstimmung im Juli vor Streiks gewarnt. Diese würde die Ferienfluggesellschaft wirtschaftlich gefährden. LTU war im Frühjahr von Air Berlin übernommen worden. Die Transaktion wird derzeit aber noch vom Bundeskartellamt intensiv geprüft.

Am Montagmorgen haben wegen Warnstreiks der Fluggesellschaften LTU und Air Berlin rund 2400 Passagiere bis zu zwei Stunden auf ihren Abflug gewartet. Beim Ferienflieger LTU waren nach Unternehmensangaben etwa 2100 Passagiere auf den Flughäfen Düsseldorf und München betroffen. Die Flugziele lagen in Griechenland, der Türkei, Spanien und Dänemark.

Bei den Flügen von Air Berlin mit dba-Piloten und dba-Maschinen waren in München nach Unternehmensangaben 314 Passagiere auf drei Strecken innerhalb Deutschlands betroffen. Die dba ist nach der Übernahme durch Air Berlin weiter eine rechtlich selbstständige Gesellschaft. Die Flugzeuge tragen das Logo Air Berlin. Nach Angaben von Cockpit starteten insgesamt 14 Flüge mit LTU- und dba-Piloten verspätet.

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