Tarifkonflikt: Streiks provozieren Flugausfälle am Freitag

Tarifkonflikt
Streiks provozieren Flugausfälle am Freitag

Mehrere Fluggesellschaften streichen für Freitag Flüge an den Flughäfen Düsseldorf und Köln-Bonn. Verdi hatte die Streiks im Tarifkonflikt des privaten Sicherheitsgewerbes ausgeweitet. Ab Montag wird wieder verhandelt.
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FrankfurtDie Gewerkschaft Verdi weitet im Tarifkonflikt des privaten Sicherheitsgewerbes die Streiks aus. Nicht nur die Kontrolleure an den Flughäfen Düsseldorf und Köln-Bonn sollen am Freitag ganztägig die Arbeit niederlegen, sondern auch die Sicherheitskräfte des nordrhein-westfälischen Landtags, erklärte die Gewerkschaft am Donnerstag. In den vergangenen Wochen hatten bereits mehrere Ausstände an den Flughäfen Düsseldorf und Köln-Bonn für zahlreiche Flugausfälle und Verspätungen gesorgt.

In Köln/Bonn stehen 211 Abflüge und Landungen an. Bis zum Abend wurden bereits 66 davon annulliert. Germanwings sagte 22 Flüge ab, wie die Lufthansa-Tochter am Donnerstagnachmittag mitteilte. In Düsseldorf annullierte Lufthansa 46 Verbindungen, wie die Airline auf ihrer Webseite mitteilte. Air Berlin strich nach eigenen Angaben in Köln-Bonn 23 Flüge.

Nach mehreren erfolglosen Gesprächsrunden wollen Arbeitgeber und Gewerkschaft nach Angaben von Verdi am Montag wieder verhandeln. "Die Beschäftigten demonstrieren mit ihrem Ausstand noch einmal eindringlich ihre Entschlossenheit in diesem Tarifkonflikt.

Wir erwarten am Montag den Durchbruch in den Verhandlungen und wollen vor den Osterferien einen neuen Tarifvertrag unterschreiben", sagte Verdi-Verhandlungsführerin Andrea Becker. Die Osterferien im bevölkerungsreichsten Bundesland beginnen am 25. März. Die Arbeitgeber hätten seit Dezember kein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt. "Montag muss der Knoten durchgeschlagen werden", erklärte Becker.

Die Passagiere an den Flughäfen werden von sogenannten Luftsicherheitsassistenten kontrolliert - sie sind Angestellte von Firmen, die die Aufgabe im Auftrag der Bundespolizei übernehmen. Nach Gewerkschaftsangaben arbeiten 70 bis 80 Prozent der Sicherheitsleute in Nordrhein-Westfalen in der untersten Lohngruppe und erhalten in der Stunde 8,23 Euro. Verdi fordert zwischen 2,50 Euro und 3,64 Euro mehr pro Stunde. Der Verband der Sicherheitsfirmen BDSW nennt die Forderung "völlig überzogen".

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Hier werden - wie immer - die "Kunden" in Geiselhaft genommen.
    Welche Anforderungen werden für diesen "Beruf" eigendlich gestellt? KEINE! Das kann selbst ein dressierter Affe mit einem IQ von <70.

    Und Ver.di will sie mit 13,5€ bis 15,5€/h bezahlen. Für andere Berufe fordert Ver.di 8,50€/h Mindestlohn. Und das sind quallifizierte Berufe!


  • Das Streikrecht ist hier zu großzügig. Es müsste mindestens eine Friedenspflicht bei angesetzten Verhandlungsterminen, wenn nicht gar ein Streikverbot ob der Tragweite geben.

  • Diese notorischen Dauerstreiker und Geiselnehmer sind wirklich unterstes Niveau...

    Wo verläuft eigentlich die Grenze zwischen grundgesetzlich verbrieftem Streikrecht und Mißbrauch in Tateinheit mit banaler Kriminalität ?
    Die Vollpfosten von Verdi sollten gleich mit wegen Beihilfe und Anstiftung rangenommen werden....

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