Tarifstreit
Bahn will von Einigung mit GDL nichts wissen

Die Bahn hat dementiert, dass sie sich mit der Gewerkschaft der Lokführer (GDL) auf einen eigenen Tarifvertrag für die Gewerkschaft geeinigt habe. Zwar werde momentan an einem neuen Angebot gearbeitet, der Konflikt sei aber nicht endgültig gelöst, teilte ein Sprecher mit. Denn noch immmer sind eine Kernfragen nicht geklärt.

HB BERLIN. „Die Deutsche Bahn AG weiß nichts von einer Einigung im Tarifkonflikt mit der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL)“, erklärte Konzernsprecher Oliver Schumacher am Sonntag. Klar sei: „Die Tarifeinheit bei der Deutschen Bahn steht nicht zur Disposition“, betonte er.

Tatsächlich werde momentan ein Angebot abschließend erarbeitet, das am Montag der GDL und der Öffentlichkeit vorgestellt werde. „Auf dieser Basis erwartet die DB eine zügige Aufnahme von Tarifverhandlungen, um den Konflikt konstruktiv zu lösen“, erklärte Schumacher.

Am Samstag hatte der „Spiegel“ unter Berufung auf einen Sitzungsteilnehmer berichte, beim Treffen des Aufsichtsratspräsidiums am Donnerstag sei eine Einigung erzielt worden. Demnach solle die GDL einen eigenen Vertrag bekommen, der zu mehr als 90 Prozent deckungsgleich sei mit dem Tarifvertrag der übrigen Bahn-Mitarbeiter und zusätzlich lokführerspezifische Punkte kläre. Am Samstag hatte bereits GDL-Chef Manfred Schell erklärt, er wisse nichts von einer Einigung.

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