Tarifstreit bei der Bahn
Lokführer streiken doch nicht

Der für diesen Montag angekündigte Streik bei der Bahn ist abgewendet. „Der schwierigste Tarifkonflikt in der Geschichte der Bahn ist zu einem guten Ende geführt worden“, sagte Bahn-Chef Hartmut Mehdorn. Die Verträge seien so gut wie unterschrieben. Für die Bahnkunden bedeutet dies aber noch keine Entwarnung.

HB BERLIN. In letzter Minute ist der Tarifstreit bei der Bahn beigelegt und ein unbefristeter bundesweiter Lokführerstreik abgewendet worden. Die Gewerkschaften Transnet, GDBA und GDL einigten sich am Sonntag mit der Bahn, so dass der im Januar mit der GDL vereinbarte Entgelttarifvertrag unterschrieben werden und in Kraft treten kann. Berufspendler müssen sich trotzdem auf Behinderungen einstellen. Wegen des bereits organisierten Notfahrplans werden viele Züge erst am Dienstag regulär fahren.

Bahnchef Hartmut Mehdorn, GDL-Vorsitzender Manfred Schell und die Vorsitzenden der Gewerkschaften Transnet und GDBA, Norbert Hansen und Klaus-Dieter Hommel, verkündeten in der Berliner Bahnzentrale sichtlich erleichtert das Ergebnis, das nach einem dreitägigen Verhandlungsmarathon am Ende eines fast zwölfmonatigen Tarifstreits erreicht worden war. Schell erinnerte daran, dass am 19. März 2007 den ersten Entwurf eines eigenständigen Tarifvertrages den Arbeitgebern übersandt hatte.

Mit der Einigung sind die Verträge so gut wie unterschrieben. Damit steht fest, dass die Lokführer bei der Bahn mit Wirkung ab 1. März eine Entgelterhöhung um acht Prozent und ab 1. September um weitere drei Prozentpunkte bekommen. Eine Einmalzahlung von 800 Euro für die tariflose Zeit von August bis Februar hatte die Bahn bereits ohne unterschriebenen Tarifvertrag gezahlt.

„Der schwierigste Tarifkonflikt in der Geschichte der Bahn ist zu einem guten Ende geführt worden“, sagte Mehdorn. „Dies ist eine gute Nachricht für unsere Kunden und den Wirtschaftsstandort Deutschland.“ Schell sprach von „einer guten Grundlage für die Zukunft“ und äußerte die Hoffnung, dass nun „ein Stück Ruhe eintritt“.

Auch Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee zeigte sich erleichtert. Für die Einigung sei es „allerhöchste Eisenbahn“ gewesen. „Die Bahnkunden können endlich aufatmen.“

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