Tarifverhandlung
LTU-Piloten machen Druck

Mit Streikvorbereitungen will die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) die künftige Air-Berlin-Tochter LTU zu einem neuen Tarifangebot zwingen. Die Verhandlungen waren zuletzt wegen unterschiedlicher Vorstellungen über Vergütung und Arbeitszeitregelungen gescheitert.

HB FRANKFURT. Die Gewerkschaftsmitglieder bei LTU seien seit Freitag bis zum 6. August zu einer Urabstimmung über einen Streik aufgerufen, sagte ein VC-Sprecher am Samstag. „Die Belegschaft ist unserer Ansicht nach zu einem Streik bereit, wenn es nicht vorher zu einer Lösung kommt“, erläuterte der Sprecher. Ob es in dieser Urlaubssaison einen Arbeitskampf beim Langstreckenflieger LTU gebe, hänge maßgeblich von der Arbeitgeberseite ab. Vor dem Ende der Abstimmung seien auch Warnstreiks möglich.

Die Tarifverhandlungen waren nach Angaben des Sprechers an unterschiedlichen Vorstellungen über Vergütungen und über Arbeitszeitregelungen gescheitert. Zu Details wollte er sich nicht äußern. Einem Bericht des neuen „Spiegel“ zufolge fordern die LTU-Crews eine Gehaltserhöhung von sechs Prozent, längere Ruhezeiten und einen weiteren Ausbau der Flotte.

Auch bei der Air-Berlin-Tochter dba kann es nach nach Angaben des Gewerkschaftssprechers zu Warnstreiks kommen. Die Tarifverhandlungen seien dort bereits vor Monaten gescheitert. Ein Streik sei bei der dba aber derzeit nicht geplant.

Die im Frühjahr vereinbarte Übernahme der Fluggesellschaft LTU durch ihren Konkurrenten Air Berlin liegt wegen Bedenken des Bundeskartellamts auf Eis. Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft hatte im vorigen Herbst die dba gekauft.

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