Tarifverhandlung
Lufthansa-Piloten stellen Bedingungen für weitere Gespräche

Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit will mit der Lufthansa nicht weiterverhandeln, ehe der gekündigte Tarifvertrag nicht juristisch verbindlich weitergilt. Derweil läuft die Urabstimmung über einen Pilotenstreik.
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Frankfurt/MainIm Tarifkonflikt bei der Lufthansa verschärft die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) die Gangart. Man werde die Verhandlungen für die rund 5500 Piloten nur fortführen, wenn Lufthansa juristisch verbindlich anerkenne, dass der gekündigte Tarifvertrag zur Übergangsversorgung bis zu einer Neuregelung weiter gelte, sagte VC-Sprecher Jörg Handwerg am Mittwoch der dpa in Frankfurt. „Nur so ist in den Verhandlungen eine Waffengleichheit herzustellen.“

Das vom Unternehmen zum Jahreswechsel aufgekündigte Regelwerk ermöglichte den Piloten, bereits ab dem Alter von 55 Jahren mit bis zu 60 Prozent der Bruttobezüge auszuscheiden. Auch das Risiko der Fluguntauglichkeit war in dem Abkommen über eine Versicherung geregelt. Lufthansa hatte zwar erklärt, die Übergangsregeln für zwei weitere Jahre anzuwenden. Die verbindliche arbeitsrechtliche Nachwirkung des Tarifwerks hat sie aber nicht anerkannt.

Die VC hat bereits eine Urabstimmung über einen möglichen Streik bei den Piloten begonnen. „Die Stimmung ist am Boden“, beschrieb Handwerg die Lage. Die Zustimmung zu einem Arbeitskampf auch um ebenfalls ungelöste Vergütungsfragen werde deutlich ausfallen. „Die Kündigung der Übergangsversorgung wird als Kriegserklärung aufgefasst.“ Ein Streik könne zügig nach Bekanntgabe des Abstimmungsergebnisses am 21. März stattfinden. Lufthansa sucht nach eigenen Angaben das Gespräch mit den Piloten.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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