Tarifverhandlungen abgebrochen
Volks- und Raiffeisenbanker müssen auf Gehaltserhöhung warten

Es war bereits die dritte Tarifrunde für die rund 170 000 Mitarbeiter der Volks- und Raiffeisenbanken. Und auch sie endete ergebnislos. Die Vorstellungen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern liegen noch weit auseinander. Die Lohnerhöhung selbst ist dabei nicht mal das Problem.

HB NEU ISENBURG. „Der Tarifkonflikt spitzt sich damit zu“, sagte Verdi-Sprecherin Martina Sönnichsen nach dem Abbruch der Gespräche am Freitagmorgen in Neu Isenburg. Das vorgelegte Angebot der Arbeitgeber sei „völlig unzureichend“; einen neuen Verhandlungstermin gebe es bislang nicht. Ob die Gewerkschaft die Beschäftigten in den kommenden Wochen zu Warnstreiks oder anderen Aktionen aufrufen werde, stehe noch nicht fest.

Verdi fordert die Übernahme des Tarifabschlusses der Privatbanken. Deren Beschäftigte erhalten ab September des laufenden Jahres 3 Prozent und ab Dezember 2007 weitere 1,5 Prozent mehr Lohn.

Die Arbeitgeber wollten die Gehälter dagegen nur unzureichend erhöhen, sagte Sönnichsen. Zudem strebten sie eine weitere Variabilisierung an, die dazu führen könne, dass manche Beschäftigte bis zu zwei Gehälter im Jahr weniger bekämen. Auch die Vorruhestandsregelung solle gestrichen werden. „Darauf lassen wir uns nicht ein“, betonte die Gewerkschafterin.

Der Arbeitgeberverband der Deutschen Volks- und Raiffeisenbanken (AVR) teilte am Freitag mit, dass die Gespräche fortgesetzt werden, wenn Verdi hinsichtlich der Flexibilisierung Verhandlungsbereitschaft erkennen lasse. Der AVR empfehle seinen Mitgliedsbanken nun, die Tarifgehälter ab August dieses Jahres um 2,3 Prozent und ab August 2007 um 2,0 Prozent anzuheben. Die Banken sollten den Gehaltszuwachs aber ausdrücklich erfolgsabhängig gestalten.

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