Tarifverhandlungen
Gewerkschaft fühlt sich von Bahn in den Streik getrieben

Aus Sicht der Lokführer-Gewerkschaft GdL ist die Deutsche Bahn an der drohenden Eskalation des Tarifkonflikts Schuld. Die GdL kritisiert „die Blockadehaltung des Bahn-Personalvorstands“.
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BerlinDie Lokführer-Gewerkschaft GdL macht die Deutsche Bahn für den Abbruch der Tarifverhandlungen und die drohende Eskalation des Tarifkonflikts verantwortlich. „Es ist die Blockadehaltung des Bahn-Personalvorstands Ulrich Weber, die uns in den Streik treibt“, sagte GdL-Chef Claus Weselsky der in Oldenburg erscheinenden "Nordwest-Zeitung" (Montagausgabe) laut Vorabbericht. Mit dem Argument der Tarifeinheit mache der Staatskonzern seine Kunden zu Geiseln von Unternehmerinteressen.

Die Bahn habe während der jüngsten Verhandlungsrunde keine neue Ideen auf den Tisch gebracht, sondern fordere nach wie vor die "Unterwerfung" der Lokführer unter die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), sagte Weselsky. "Es ist offensichtlich, dass die Bahn die GdL absichtlich in den Konflikt treibt, um die Tarifeinheit per Gesetz herbeizuführen."

Die Lokführer der Deutschen Bahn werden voraussichtlich in wenigen Tagen wieder streiken. Bei der laufenden Urabstimmung zeichnet sich nach GdL-Angaben eine große Zustimmung für erneute Arbeitsniederlegungen ab. Das Ergebnis soll am Mittwoch vorliegen. Anschließend werde dann über Streiks beraten.

Am vergangenen Donnerstag war ein weiterer Versuch gescheitert, die festgefahrenen Tarifverhandlungen mit der GDL wieder in Schwung zu bringen. Die Gewerkschaft fordert Lohnerhöhungen um fünf Prozent, eine Verkürzung der Wochenarbeitszeit um zwei auf 37 Stunden sowie bessere Schichtpläne. Kern des Konflikts ist jedoch der Anspruch der GDL, außer den rund 20.000 Lokführern auch die Zugbegleiter und Rangierführer vertreten zu wollen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Die Lust am streiken
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    Die Lokführer-Gewerkschaft GdL macht die Deutsche Bahn für den Abbruch der Tarifverhandlungen und die drohende Eskalation des Tarifkonflikts verantwortlich. „Es ist die Blockadehaltung des Bahn-Personalvorstands Ulrich Weber, die uns in den Streik treibt“, sagte GdL-Chef Claus Weselsky der in Oldenburg erscheinenden "Nordwest-Zeitung" (Montagausgabe) laut Vorabbericht. Mit dem Argument der Tarifeinheit mache der Staatskonzern seine Kunden zu Geiseln von Unternehmerinteressen.

    Weselsky macht also die Bahn für die Streiks verantwortlich. Das ist ja interessant.
    Und die Bahn nimmt die Kunden in Geiselhaft.

    Umgekehrt wird ein Schuh daraus. Die Spartengewerkschaft will um jeden Preis streiken und nimmt dabei billigend auch die Kunden der Bahn in Geiselhaft.

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