Tarifverhandlungen: Lufthansa-Chef bekräftigt seine Sparpläne

Tarifverhandlungen
Lufthansa-Chef bekräftigt seine Sparpläne

Lufthansa-Chef Christoph Franz bekräftigt seine Sparpläne zu Beginn der Tarifverhandlungen mit den Gewerkschaften. Der Gewinn des Unternehmens reiche nicht aus, um die Arbeitsplätze auch in Zukunft zu sichern.
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FrankfurtPünktlich zu Beginn schwieriger Tarifverhandlungen hat der Vorstandsvorsitzende der Lufthansa, Christoph Franz, seine Sparpläne für das Jahr bekräftigt. In der Mitarbeiterzeitung „Lufthanseat“ ging er auf Konfrontationskurs: Um die Arbeitsplätze zu sichern, müsse gespart werden. Er legte nahe, dass er für die Kranich-Airline heftige Einschnitte plane, um darüber hinaus zu expandieren.

Die Lufthansa, die im vergangenen Jahr konzernweit 106,3 Millionen Fluggäste transportierte, plane, trotz des Nachtflugverbots am Frankfurter Flughafen und neuer Flugsteuern einen Gewinn auszuweisen - zumindest vor Steuern und Zinszahlungen. Die „Größenordnung, die wir geplant hatten und die wir brauchen, um unser Unternehmen und unsere Arbeitsplätze auch in Zukunft zu sichern“, werde aber nicht erreicht, ließ Franz sich zitieren. Details will das Unternehmen in den nächsten Wochen vorlegen.

In den Ohren der Gewerkschafter, die mit der Arbeitgeberseite in Verhandlungen für rund 50.000 Beschäftigte in der Kabine und am Boden traten, klang das wie eine Drohung. Die Gewerkschaften wollen für das Boden- und Kabinenpersonal der Lufthansa Gehaltssteigerungen von 6,1 Prozent durchsetzen. Ein Gegenangebot hat die Fluggesellschaft noch nicht gemacht.

Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di und die Flugbegleiter-Gewerkschaft UFO sprachen in Frankfurt-Mörfelden mit dem Arbeitgeber über die Gehälter und bessere Bedingungen für Auszubildende. Auch die Lufthansa-Töchter Cargo, LSG, Technik und Systems sind dabei im Fokus.

Die Lufthansa-Tochter Austrian Airlines kündigte ebenfalls in der Mitarbeiterzeitung an, dass sie ihre Mittelstrecken-Flotte in diesem Jahr komplett auf Airbus-Modelle umstellen will. Auch dafür wird die Lufthansa Geld in die Hand nehmen müssen. „Dieser Schritt erfordert hohe Investitionen, die Austrian Airlines aus eigener Kraft nicht finanzieren kann“, heißt es in der Veröffentlichung. Lufthansa als Eigentümer sei bereit, die Tochtergesellschaft dabei zu unterstützen.

Alle elf Boeing 737 sollen zeitnah aus der Austrian-Flotte genommen und durch bis zu sieben Airbus-Flugzeuge vom Typ A319/A320 ersetzt werden. Damit wolle Austrian Airlines Wartungskosten senken, die Crewplanung verbessern und die Produktivität steigern.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

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