Tarifverhandlungen
Verdi droht mit neuen Post-Streiks

Die Gespräche werden vertagt – immerhin darauf konnte sich die Deutsche Post mit Verdi nach mehreren Warnstreiks einigen. Eine Lösung des Tarifkonflikts ist nicht in Sicht. Und damit sind Streiks wieder jederzeit möglich.
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DüsseldorfDie Deutsche Post und die Gewerkschaft Verdi haben in ihren Tarifverhandlungen wieder keinen Durchbruch erzielt. Die Verhandlungen seien vertagt worden, teilte die Gewerkschaft am Donnerstag nach der fünften Gesprächsrunde in Königswinter bei Bonn mit. „Der Arbeitgeber verweigert bislang jegliche Zugeständnisse zu unseren Forderungen“, erklärte Verdi-Verhandlungsleiterin Andrea Kocsis. „Die Beschäftigten werden darauf eine Antwort finden“, kündigte sie an. Damit sind weitere Streiks bei der Post jederzeit möglich. Die Gespräche sollen nun am 1. und 2. Juni in Berlin fortgesetzt. Von der Post war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Verdi will für die 140.000 Tarifbeschäftigten des Konzerns 5,5 Prozent mehr Lohn bei einer Laufzeit von zwölf Monaten sowie eine Verkürzung der Wochen-Arbeitszeit auf 36 von 38,5 Stunden bei vollem Lohnausgleich durchsetzen. Die Gewerkschaft hat ihre Forderungen mit mehreren bundesweiten Warnstreikwellen unterstrichen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Tarifverhandlungen: Verdi droht mit neuen Post-Streiks"

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  • Sehr irreführende Überschrift mit der Drohung für "neue(n) Post-Streiks". Das spiegelt doch gar nicht die momentane Realität wider! Das "neu" muss verstanden werden als "zusätzlich zu den bereits bestehenden". Ich sehe es bestens an meinen Bestellungen: eine davon dümpelt seit 11.05. in einem "nur" 18 km entfernten DHL-Zustellzentrum herum, und will und will nicht den Weg zu mir finden.
    Da muss also die halbe Belegschaft _bis dato_ am streiken sein, anders könnte ich mir das gar nicht erklären.

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