Tarifverhandlungen
Verdi will sieben Prozent mehr Lohn bei der Post

Die Gewerkschaft Verdi will für die 130 000 Angestellten der Deutschen Post sieben Prozent mehr Lohn, einen Erhalt der bisherigen Wochenarbeitszeit und einen Kündigungsschutz bis Mitte 2011 durchsetzen. Mit diesen Forderungen geht die Gewerkschaft nach Worten ihrer stellvertretenden Bundesvorsitzenden Andrea Kocsis in die Verhandlungen mit dem Bonner Konzern.

HB BONN. Bei den Gesprächen am 17. und 18. April müsse es eine Einigung geben, sonst werde es noch im April unbefristete Streiks geben, drohte Kocsis am Donnerstag. Eine "angemessene Lohnsteigerung" sei möglich, sagte ein Post-Sprecher in einer ersten Reaktion.

"Die Beschäftigten müssen den Aufschwung und die blendenden Ergebnisse der Post in der Tasche fühlen", sagte Kocsis nach einer Sitzung der Tarifkommission in Bonn. Deshalb müsse der Lohn bei einer Laufzeit von zwölf Monaten um sieben Prozent steigen. Bis zur Verhandlungsrunde am kommenden Donnerstag seien weitere Warnstreiks nicht ausgeschlossen. Es gebe "ziemlich Dampf" in der Belegschaft.

Die Post und Verdi hatten bislang ergebnislos versucht, ihren Streit über Arbeitszeiten und Kündigungsschutz beizulegen. Die letzte, dritte Verhandlungsrunde zu diesen Themen war am Mittwoch in Köln ohne greifbare Ergebnisse geblieben. Beide Seiten seien bisher keinen Schritt weitergekommen, sagte Verdi -Bereichsleiter Stephan Teuscher.

Verdi kommt der Post nun entgegen und ist bereit, über alle strittigen Themen in einer Runde zu beraten und ein Gesamtpaket zu schnüren. Bislang hatte der Konzern vergeblich von der Gewerkschaft gefordert, neben Kündigungsschutz und Arbeitszeit auch über Löhne zu verhandeln. Diese hatte aber auch kein Mandat, über Löhne zu reden, da noch keine konkrete Forderung beschlossen worden war. Das hat sich nun geändert.

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