Tausende Touristen gestrandet
Streiks legen SAA-Flugverkehr lahm

Seit Freitag sind tausende Flugpassagiere aus dem In- und Ausland wegen eines Streiks bei der südafrikanischen Fluggesellschaft SAA am Boden geblieben.

HB FRANKFURT/JOHANNESBURG. Allein in Frankfurt hatten am Sonntagabend rund 600 Menschen vergeblich auf Flüge nach Kapstadt und Johannesburg gewartet, wie eine Sprecherin von South African Airways (SAA) am Montag berichtete. Viele der Touristen wurden in Hotels gebracht und sollten am Montagabend mit Ersatzmaschinen nach Südafrika gebracht werden.

Der Streik hatte am Sonntag den weltweiten Flugverkehr von SAA lahm gelegt. Auch an diesem Dienstag wird der geplante Flug von Frankfurt nach Johannesburg voraussichtlich ausfallen, hieß es in Frankfurt. Nach Berichten südafrikanischer Medien kam es auf den großen Flughäfen des Landes zu chaotischen Szenen. Fluggäste klagten über mangelnde Information, stundenlanges vergebliches Warten und überfüllte Warteräume. Nach Angaben der Flughafenbetreiber ist jeder verfügbare Platz mit wütenden Passagieren gefüllt, die auf Flüge hoffen. Der Streik gilt als der schlimmste in der Geschichte der 71- jährigen Airline. SAA bedient rund 100 Flüge pro Woche zwischen Europa und Südafrika.

95 % der 11 000 SAA-Beschäftigten haben sich nach Angaben der Gewerkschaft dem Streik angeschlossen. Er hatte sich an gescheiterten Tarifgesprächen entzündet, bei denen die Arbeitgeber nur fünf statt der geforderten acht Prozent Lohnerhöhung boten. SAA hatte nach einem Verlust von 8,6 Mrd. Rand (1,07 Mrd. €) im Vorjahr nun Anfang Juli einen Gewinn von 966 Million Rand (120,7 Mill. €) für das Geschäftsjahr 2004/2005 (30. Juni) ausgewiesen.

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