Tchibo verkauft an Imperial Tobacco
Zigarettenmarke Davidoff wechselt für halbe Milliarde den Besitzer

Der Hamburger Kaffeeröster Tchibo hat sich von seiner Zigarettenmarke Davidoff getrennt. Der Name geht an die britische Imperial Tobacco.

HB FRANKFURT. Der Kaufpreis betrage 540 Mill. Euro, teilte Imperial Tobacco am Mittwoch mit. Der Verkauf müsse noch vom Kartellamt genehmigt werden, erklärte der britische Tabakmulti. Imperial Tobacco produziert Davidoff-Zigaretten seit der Übernahme des deutschen Zigarettenherstellers Reemtsma im Jahr 2002 bereits in Lizenz.

Davidoff ist die Premiummarke im Konzern. Imperial-Tobacco-Chef Gareth Davis unterstrich die weltweiten Erfolge mit dem Produkt in den vergangenen vier Jahren. Die Zusammenarbeit mit der Oettinger Davidoff Group, die die Markenrechte abseits der Zigaretten hält, bleibe bestehen.

Imperial hatte 2002 für 5,2 Mrd. Euro Reemtsma vom damaligen Eigentümer Tchibo und der Gründerfamilie übernommen. Danach wurde der deutsche Zigarettenhersteller mit einem scharfen Sparprogramm auf Rendite ausgerichtet. Der viertgrößte Tabakkonzern der Welt gilt als extrem renditeorientiert und erreichte 2005 mit einem Umsatz von umgerechnet 4,5 Mrd. Euro einen Gewinn von 1,5 Mrd. Euro.

Zu Imperial Tobacco beziehungsweise dessen Tochter Reemtsma gehören neben Davidoff unter anderem noch die Marken Peter Stuyvesant, West und John Player. Weltweit ist der Konzern nach eigenen Angaben die Nummer vier der Branche.

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