Teilbörsengang
Chinesen haben Interesse an Deutscher Bahn

Chinas Staatsfonds hat offenbar Interesse an einem Einstieg bei dem Teilbörsengang der Deutschen Bahn. Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) hat bei seinem Besuch in Peking mit dem Vorsitzenden der China Investment Corporation (CIC), Lou Jiwei, über das IPO der Bahn gesprochen.

HB PEKING. Das berichtete Steinbrück zum Abschluss zweitägiger Gespräche in Peking am Dienstag vor Journalisten. Bei dem Investitionsarm der chinesischen Regierung gebe es „durchaus Interesse“ am deutschen Markt. Auf chinesischer Seite hat Steinbrück gleichwohl „keine Empfindlichkeiten“ feststellen können, dass die Dresdner Bank sich jetzt mit der Commerzbank zusammenschließt, obwohl die chinesische Entwicklungsbank auch Ambitionen gezeigt hatte.

Steinbrück bescheinigte der chinesischen Seite einen „völlig souveränen Umgang“ mit dem Thema. Es habe bei seinen Gesprächen „überhaupt keine Rolle gespielt“. Der Finanzminister bekräftigte, die Bundesregierung sei in dem Zusammenschluss „völlig neutral“ gewesen. In Peking war Steinbrück sogar vom Vizeregierungschef Li Keqiang empfangen worden, der als möglicher Nachfolger von Ministerpräsident Wen Jiabao gilt. Weitere Gesprächspartner waren sein Amtskollege Xie Xuren und Notenbankchef Zhou Xiaochuan.

Auf der zweiten Station seiner Reise wurde Steinbrück am Dienstagabend in Shanghai erwartet. In der Hafenmetropole will er die Aktienbörse besuchen und Gespräche mit der Stadtregierung und deutschen Unternehmern führen.

Der Teilbörsengang der Deutschen Bahn sei mit dem Vorsitzenden des chinesischen Staatsfonds, Lou Jiwei, „beispielhaft aufgegriffen“ worden, sagte Steinbrück. Bahn-Chef Hartmut Mehdorn sei zum Ende der Olympischen Spiele auch in Peking gewesen und habe von „informellen und neugierigen“ Anfragen aus China sowie Russland gesprochen.

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