Telefonbetrüger
Mc Donald's muss Schmerzensgeld zahlen

Der Imbisskonzern Mc Donald's muss ein Schmerzensgeld in Millionenhöhe an eine junge Frau zahlen, weil er seine Mitarbeiter nicht vor der üblen Masche eines Telefonbetrügers gewarnt hat. Die geforderten 200 Millionen Dollar erhielt die Klägerin allerdings nicht.

HB WASHINGTON. Die 21 Jahre alte Louise Ogborn bekam von einem US- Gericht 6,1 Millionen Dollar (4,3 Millionen Euro) dafür zugesprochen, dass sie als Mc Donald's-Angestellte unter falschem Diebstahlsverdacht stundenlang nackt auf die Polizei warten musste.

Das Gericht im US-Bundesstaat Kentucky verurteilte den Konzern einem Bericht des „Kentucky Courier Journal“ vom Samstag zufolge, weil er seine Angestellten nicht vor dem Betrüger gewarnt hatte. Denn der Mann hatte schon jahrelang als angeblicher Polizist namens „Officer Scott“ telefonisch die Manager von Schnell-Restaurants dazu gebracht, unter fadenscheinigen Vorwänden demütigende Leibesvisitationen an Angestellten vorzunehmen. Die Imbisskette habe lediglich die Betreiber der Filialen informiert, nicht aber die Angestellten. Insgesamt wurden laut der Zeitung 40 Angestellte von Mc Donald's Opfer des Trickanrufers. Ogborn sei die erste gewesen, die wegen der Vorfälle vor Gericht gegangen sei.

Bei der Verkündigung des Urteils im Gericht sei Ogborn in Tränen ausgebrochen, wie die lokale Zeitung weiter berichtete. Die junge Frau habe das Urteil als Erfolg bezeichnet, obwohl sie ursprünglich auf 200 Millionen Dollar Schadenersatz geklagt hatte.

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