Telekom
Tarifverhandlungen bei der Telekom abgebrochen

Die Verhandlungen zur Lösung des Tarifstreits bei der Deutschen Telekom sind am Freitagabend ergebnislos abgebrochen worden. Die für Samstag nach Bonn einberufene große Tarifkommission der Gewerkschaft Ver.di muss nun über das weitere Vorgehen entscheiden.

HB. SIEGBURG. Die Verhandlungen zur Lösung des Tarifstreits bei der Deutschen Telekom sind am Freitagabend ergebnislos abgebrochen worden. Die für Samstag nach Bonn einberufene große Tarifkommission der Gewerkschaft Ver.di muss nun über das weitere Vorgehen entscheiden. „Da gab es an manchen Stellen Bewegung, aber wir liegen zu weit auseinander“, sagte Ver.di-Verhandlungsführer Lothar Schröder nach Verhandlungsende. Auch Telekom-Personalvorstand und Arbeitgeber-Verhandlungsführer Thomas Sattelberger sagte, ein Lösungswille sei ersichtlich gewesen, „aber am Schluss war die Distanz zu groß“.

Die Gewerkschaft fordert für die rund 50 000 Tarifbeschäftigten 8,5 Prozent mehr Lohn, mindestens aber 220 Euro mehr pro Monat. Das Angebot der Telekom sieht eine Entgelterhöhung um drei Prozent vom 1. Januar 2009 an und ein Jahr später um weitere 2,5 Prozent vor. Zudem hat das Unternehmen eine Erfolgsbeteiligung bei positivem Geschäftsverlauf vorgeschlagen.

Die große Tarifkommission muss nun entscheiden, ob weitere Verhandlungen oder eine Urabstimmung über einen Streik angesetzt oder die Schlichtung angerufen wird. Sattelberger betonte, er sei für alle Sondierungsgespräche offen. Bisher seien aber keine weiteren Termine vereinbart worden.

Schröder sagte, es sei an der einen oder anderen Stelle Nachdenklichkeit beim Arbeitgeber zu sehen gewesen. Aber offensichtlich sei man nicht in der Lage gewesen, zu Ergebnissen zu kommen. Er empfehle, keine weiteren Verhandlungsrunden mehr anzusetzen. Die 4.500 Demonstranten, die am Mittag vor dem Tagungshotel protestiert hätten, seien ein Zeichen dafür, dass die Mitarbeiter so nicht mehr weitermachen wollten.

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