Termin für Börsengang unrealistisch
Die Bahn muss mit weniger Zuschüssen rechnen

Die Deutsche Bahn wird in den kommenden Jahren weniger Bundes-Zuschüsse erhalten, wie aus Regierungskreisen zu erfahren war. 2005 und 2006, dem von der Bahn angepeilten Termin für einen Börsengang, sei nur noch mit je rund 3,2 Milliarden Euro zu rechnen.

HB BERLIN. „Mit dieser Zahl für 2005 und 2006 rechnet die Bahn und sie wird innerhalb der Regierung auch für realistisch gehalten“, hieß es am Freitag in Kreisen. Im vergangenen Jahr waren noch rund vier Milliarden Euro jährlich in Aussicht gestellt worden, für 2004 kann die Bahn mit knapp 3,6 Milliarden Euro rechnen.

In den Kreisen hieß es, die Kürzung der Mittel werde als weiteres Argument für einen schnellen Börsengang gesehen. Bahn-Experten der Regierungskoalition bezeichneten den Termin aber als unrealistisch. Die Bahn wies für 2003 einen Betriebsverlust von 177 Millionen Euro aus und schnitt damit besser ab als die eigenen Planungen vorhergesehen hatten.

In den Kreisen hieß es, eine Festlegung bei den Zuschüssen solle es in der nächsten Woche bei einem Gespräch zwischen Finanz- und Verkehrsministerium geben. Dann solle auch ein Prioritäten-Liste erstellt werden für Projekte, die noch realisiert werden könnten. Rund 2,5 Milliarden Euro braucht die Bahn allein für die Instandhaltung des Netzes. Nach Angaben aus den Kreisen wird in der Regierung die Kürzung der Mittel auch als Argument für die Notwendigkeit gesehen, bald privates Kapital zur Finanzierung heranzuziehen. Bei der Bahn-Gewerkschaft Transnet und innerhalb der rot-grünen Regierungskoalition wird der Termin 2006 dafür aber für unrealistisch gehalten.

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