Terror-Anschläge Selbst der Reiseverband reist nicht mehr in die Türkei

Terroranschläge und der Putschversuch des Militärs: Die Lage in der Türkei ist nach wie vor angespannt. Nun zieht der Reiseverband Konsequenzen – und sagt sein Branchentreffen in Kusadasi ab. Wo es stattdessen hingeht.
„Wir bedauern es sehr, dass wir die Tagung nicht wie vorgesehen durchführen können“, sagt DRV-Präsident Norbert Fiebig. Quelle: dpa
Reiseverband sagt Reise in die Türkei ab

„Wir bedauern es sehr, dass wir die Tagung nicht wie vorgesehen durchführen können“, sagt DRV-Präsident Norbert Fiebig.

(Foto: dpa)

BerlinDer Deutsche Reiseverband (DRV) hat wegen geringer Anmeldungen seine Jahrestagung im türkischen Kusadasi abgesagt und nach Berlin verlegt. Damit möglichst viele Mitglieder an der turnusmäßig anstehenden Vorstandswahl teilnähmen, solle der Kongress vom 27. bis 29. Oktober in der Bundeshauptstadt stattfinden, erklärte der DRV am Freitag. Nach den harschen Reaktionen der türkischen Regierung auf den Putschversuch Mitte Juli hatte es in der Branche Diskussionen über den Tagungsort gegeben.

„Wir bedauern es sehr, dass wir die Tagung nicht wie vorgesehen durchführen können, sind aber überzeugt, dass wir in 2018 einen deutlich größeren Zuspruch erreichen werden“, sagte DRV-Präsident Norbert Fiebig. Dann soll das Branchentreffen in Kusadasi stattfinden. Für die Veranstaltung im kommenden Jahr sind dem Verband zufolge bereits einige andere Orte in der engeren Auswahl.

Welche Städte Reisende lieben – und welche nicht
Platz 10: Leipzig
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Der Tourismus in Deutschland boomt – auch weil viele Bundesbürger angesichts der internationalen Sicherheitslage lieber im eigenen Land urlauben. Mehr als 433 Millionen Übernachtungen verzeichneten das Internetportal Billiger.de und die statistischen Landesämter 2015, 12 Millionen mehr als im Vorjahr.

Den Anfang der Top-Ten macht Leipzig. Die größte Stadt Sachsens verbuchte 2015 mit 2.232.282 Übernachtungen ein Plus von 2,3 Prozent und damit 64.973 Hotelbuchungen mehr.

Quelle: Billiger.de/Statistische Landesämter

Platz 9: Nürnberg
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3.013.201 Übernachtungen verbuchte Nürnberg 2015, satte 188.947 Gäste mehr als 2014. Die Hoteliers der fränkischen Metropole verbuchten damit ein Plus von 6,7 Prozent.

Platz 8: Stuttgart
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2015 wurden in der Heimat von Spätzle und Mercedes 3.561.490 Übernachtungen gebucht. Das sind 2,7 Prozent beziehungsweise 95.162 Gäste mehr.

Platz 7: Dresden
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Ein guter siebter Platz für Dresden? Von wegen! Die regelmäßigen Aufmärsche der Pegida-Bewegung haben ihre Spuren hinterlassen. Zwar verbuchte Dresden im letzten Jahr 4.308.631 Übernachtungen. Das waren jedoch 133.265, beziehungsweise 3 Prozent Buchungen weniger.

Platz 6: Düsseldorf
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Der andere Verlierer in den Top-Ten heißt Düsseldorf, wenn auch nicht im selben Ausmaß wie Dresden: 4.403.960 Übernachtungen verbuchten die Hoteliers der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt 2015 – das waren 88.591 weniger als 2014.

Platz 5: Köln
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Platz 5 der deutschen Tourismus-Städte, Düsseldorf geschlagen: In der Domstadt darf man sich freuen. 5.984.881-mal blieben in Köln Gäste 2015 über Nacht. 247.905 Buchungen und damit 4,3 Prozent mehr als 2014.

Platz 4: Frankfurt am Main
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Den prozentual deutlichsten Zuwachs an Buchungen unter den zehn Top-Städten verzeichnet Frankfurt am Main. 630.816, beziehungsweise 7,8 Prozent mehr Übernachtungen verbuchte die hessische Landeshauptstadt 2015. Insgesamt registrierte Mainhattan 8.676.721 Übernachtungen.

Nach Angaben des DRV nehmen im Schnitt an einer Jahrestagung 600 bis 800 Vertreter der Branche teil. Für das Treffen in der Türkei gab es danach zuletzt etwa 300 Anmeldungen.

  • dpa
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