Tesla-Gründer Elon Musk denkt über Interkontinentalraketen für Passagiere nach

Milliardär Elon Musk will das Reisen auf der Erde revolutionieren. Dafür bringt der Tesla-Gründer Interkontinentalraketen ins Gespräch, mit denen Passagiere binnen kürzester Zeit um die Erde fliegen sollen.
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Mit Raketen wie dieser will Unternehmer und Milliardär Elon Musk Menschen nicht nur zum Mars, sondern auch um den heimischen Globus schicken. Quelle: AP
Interkontinentalraketen für Passagiere

Mit Raketen wie dieser will Unternehmer und Milliardär Elon Musk Menschen nicht nur zum Mars, sondern auch um den heimischen Globus schicken.

(Foto: AP)

Adelaide, SydneyTesla-Chef und Weltraumunternehmer Elon Musk erwägt den Einsatz seiner geplanten Mars-Raketen für Reisen auf der Erde. „Wir haben uns das angeschaut und die Ergebnisse sind ziemlich interessant“, sagte der Milliardär am Freitag auf einer Konferenz im australischen Adelaide. Laut seiner Präsentation könnten so Flüge zwischen zwei Städten auf entgegengesetzten Seiten der Erde jeweils weniger als eine Stunde dauern – eine Reise von New York nach Shanghai beispielsweise 39 Minuten. Der Chef des Elektroauto-Pioniers aus dem Silicon Valley plant mit seiner Firma SpaceX Mars-Expeditionen. Auch die Nasa, der US-Rüstungskonzern Lockheed Martin und das Unternehmen Blue Origin von Amazon-Gründer Jeff Bezos wollen zum Mars.

Musk präzisierte am Freitag die Pläne von SpaceX, nach denen 2022 eine erste unbemannte und 2024 eine erste bemannte Mars-Mission starten soll. Bisher wollte Musk bereits kommendes Jahr eine unbemannte Raumkapsel zum Mars schicken. Statt einer ganzen Flotte aus solchen Raumfahrzeugen peilt der umtriebige Geschäftsmann nun aber eine einzige Rakete an, die nach seinen Angaben kleiner und kürzer ist als das zunächst konzipierte Flug-Gefährt. In ihr hätten 100 Passagiere Platz und sie sei teilweise wiederverwendbar, so Musk. „Wenn man ein Raumschiff baut, das bis zum Mars kommt, was wäre, wenn man mit demselben Raumschiff auf der Erde von einem Ort zum anderen fliegt?“, fragte Musk, bevor er die Simulation einer in Interkontinental-Passagier-Rakete zeigte.

Die verrückten Projekte des Elon Musk
Elon Musk mit Tesla-Roadster
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Der schillernde Unternehmer will im Januar einen Tesla in die Mars-Umlaufbahn schicken. Das kündigte Musk am Wochenende auf Twitter an. Sein eigener roter Roadster solle dort „eine Milliarde Jahre lang“ kreisen und dabei „Space Oddity“ von David Bowie spielen. Motto der Aktion: „Rotes Auto für einen roten Planeten.“ Der Start, der von Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX durchgeführt wird, ist zugleich ein wichtiger Test der neuen Rakete Falcon Heavy.

„Big Fucking Rocket“
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Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX will Menschen bereits in sieben Jahren per Rakete auf den Mars schicken. Das hatte Musk im September beim Internationalen Astronauten-Kongress im australischen Adelaide angekündigt. SpaceX plane derzeit die Entwicklung einer Mega-Rakete namens „Big Fucking Rocket“ (BFR), die frühestens 2024 ein bemanntes Raumschiff mit Platz für bis zu 120 Menschen auf den Roten Planeten bringen soll. Bereits 2022 würden zwei Raumschiffe technische Ausrüstung auf den Mars bringen, um das Überleben von Menschen zu ermöglichen, sagte Musk. Die Mars-Pläne von Musk sind nicht ganz neu. Bereits Ende September 2016 hatte er eine Besiedlung geplant.

Mehrweg-Raketen
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Es gilt als Meilenstein der Raumfahrt: Im Dezember 2015 kehrt mit der „Falcon 9“ erstmals eine Trägerrakete nach einer Mission heil und aufrecht zum Startplatz auf die Erde zurück. Nachdem sie elf Kommunikationssatelliten im All ausgesetzt hat, beschreibt sie in etwa die Bahn eines Kugelschreibers, der sich in der Luft um 180 Grad dreht. Auf dieser Kurve fliegt die „Falcon 9“ zurück und landet elf Minuten nach dem Start wieder in Florida. Im April 2016 bringt die „Falcon 9“ erstmals einen Frachter auf den Weg Richtung Raumstation ISS. Zuvor waren einige Versuche gescheitert.

Autopilot
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Seit Oktober 2015 lässt der Elektroauto-Hersteller Tesla, an dessen Spitze Musk steht, seine Fahrzeuge automatisch die Spur und den Abstand halten. Außerdem sollen sie auch die Spur wechseln und einparken können. Kritik kommt an dem Fahrassistenz-System auf, als einige Monate später der erste Mensch bei einem Unfall in einem vom Computer gesteuerten Auto stirbt.

Autonomes Fahren
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Im Oktober 2016 teilt Tesla mit, dass das Unternehmen als erstes in der Branche alle seine künftigen Fahrzeuge zu selbstfahrenden Wagen machen will. Dafür werden neu gebaute Autos mit der nötigen Technik für komplett autonomes Fahren ausgerüstet.

Super-Ladestationen
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Die sogenannten „Supercharger“ brauchen rund 75 Minuten, um einen Tesla-Akku komplett aufzuladen und eine halbe Stunde für eine halbe Ladung. Vier Jahre nach Einführung gibt es Ende 2016 ein Netz von rund 4600 solchen Säulen.

Hyperloop
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Mit einer „Hyperloop“ genannten Röhre will Musk irgendwann in der Zukunft per Unterdruck Passagiere mit nahezu Schallgeschwindigkeit wie eine Art Rohrpost transportieren. Im August 2013 stellt er seine Pläne für auf Luftkissen schwebende Kapseln vor. Das Vorhaben berechnet er mit bis zu 7,5 Milliarden US-Dollar.

  • rtr
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