Textilbranche
Versandhaus Otto startet eigene Kleidermärkte

Der weltweit größte Versandhauskonzern Otto drängt mit zwei neuen Handelsketten auf den hart umkämpften deutschen Textilmarkt.

HAMBURG. Die preisaggressive Otto-Tochter Bonprix soll mit rund 100 Geschäften zum Angriff gegen den Textildiscounter Kik blasen. Doch damit nicht genug. „Wir wollen eine weitere Textilkette starten – zunächst mit Filialen in Deutschland“, kündigt ein Otto-Sprecher an. Den Namen will er nicht verraten. Die Kette werde aber nicht „Otto“ heißen. Einzelheiten hierzu sollen auf der Bilanzpressekonferenz am 22. Juni verkündet werden.

Damit setzt Vorstandschef Michael Otto seine geplante Strategie weiter um, die Vertriebsbasis des Konzerns zu verbreitern. „Mittel- und langfristig messen wir dem stationären Handel die gleiche strategische Bedeutung bei wie unserem klassischen Kataloggeschäft und dem E-Commerce“, sagte Otto bereits im Juni vergangenen Jahres.

Die Otto Group erzielte mit mehr als 55 000 Mitarbeitern im Geschäftsjahr 2005/06 (28. Febr.) einen Umsatz von rund 14,5 Milliarden Euro. Davon entfällt der größte Teil auf das Kataloggeschäft sowie den Online-Handel. Dritte Säule ist der stationäre Handel. Hier ist der Versender unter anderem bundesweit mit 1 000 „Otto“-Shops aktiv und kooperiert zudem mit Textilhändlern wie Zara und Castro. Eine genaue Umsatzverteilung nach Sparten veröffentlicht der Versender nicht.

Dass Otto den stationären Handel verstärkt, liegt vor allem an Problemen im Kataloggeschäft. So sank der Umsatz der Universalversender Otto, Schwab und Baur im vergangenen Geschäftsjahr um 6,3 Prozent auf rund 3,5 Milliarden Euro. Daraufhin zog der Konzern die Notbremse: Der Vertrieb wurde neu ausgerichtet, in dem man die Zahl der Hauptkataloge jährlich von zwei auf drei erhöhte. Ferner wurden die Kosten in der Beschaffung und Logistik deutlich gedrückt.

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