Thomas Cook Touristikkonzern registriert wachsende Reiselust

Nach den Terroranschlägen in Europa spürt der Reiseveranstalter Thomas Cook wieder eine steigende Reiselust. Die Buchungen für Sommerreisen seien in diesem Jahr bereits um zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen.
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„Die Lust der Urlauber, diesen Sommer ins Ausland zu reisen, ist in allen unseren Märkten gut, trotz der politischen und wirtschaftlichen Unsicherheit“, sagt Konzernchef Peter Fankhauser. Quelle: dpa
Thomas Cook

„Die Lust der Urlauber, diesen Sommer ins Ausland zu reisen, ist in allen unseren Märkten gut, trotz der politischen und wirtschaftlichen Unsicherheit“, sagt Konzernchef Peter Fankhauser.

(Foto: dpa)

LondonDer Reiseveranstalter Thomas Cook spürt nach einer Serie von Terroranschlägen in Europa wieder eine verstärkte Reiselust seiner Kunden. Die Buchungen für die wichtige Sommersaison lägen derzeit zehn Prozent höher als vor einem Jahr, teilte das Unternehmen mit Marken wie Neckermann Reisen und der Fluglinie Condor am Dienstag in London mit. 42 Prozent des Sommerangebots sei bereits verkauft. „Die Lust der Urlauber, diesen Sommer ins Ausland zu reisen, ist in allen unseren Märkten gut, trotz der politischen und wirtschaftlichen Unsicherheit“, sagte Konzernchef Peter Fankhauser. Vor allem Griechenland sei als Urlaubsziel gefragt.

Im Frühjahr 2016 hatten sich viele Kunden wegen der Anschläge in Paris, Istanbul und Brüssel bei der Urlaubsbuchung lange zurückgehalten. Diesmal legte die Nachfrage etwa bei den Urlaubern aus Nordeuropa kräftig zu. Thomas Cook zählt dort bislang elf Prozent mehr Sommerbuchungen als im Vorjahr – bei um zwei Prozent gestiegenen Durchschnittspreisen. In Kontinentaleuropa hätten die Buchungen „in den meisten Märkten“ prozentual zweistellig angezogen, hieß es. Die Gewinnspannen seien aber etwas unter Druck. In Großbritannien kommt Thomas Cook trotz des Wirbels um den Brexit und des Wertverfalls des Pfunds auf ähnlich viele Buchungen wie vor einem Jahr – bei drei Prozent höheren Preisen.

Wo der Städtetrip teurer oder billiger wurde
Platz 10: Köln
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Köln gehört zu den zehn Gewinnerstädten: Die Übergriffe in der Silvesternacht 2015/16 steckten die Hoteliers in der rheinischen Domstadt besser weg als erwartet. Die Zimmerpreise stiegen 2016 um zwei Prozent auf durchschnittlich 104 Euro. Unerwartete Hilfe kam ausgerechnet aus der ungeliebte Nachbarstadt Düsseldorf. Deren Großmessen sorgten dafür, dass sich auch in Köln die Hotels füllten.

(Quelle: Hotelportal HRS)

Platz 9: Zürich
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Schon 2015 waren die Zimmerpreise in der Schweizer Bankenmetropole steil nach oben geschossen, weil sich der Franken gegenüber dem Euro stark verteuerte. 2016 setzten die Züricher Herbergsbetreiber noch einmal 2,4 Prozent oben drauf. Mit durchschnittlich 174 Euro pro Zimmer war die Stadt die teuerste Metropole Europas.

Platz 8: Madrid
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In Spaniens Hauptstadt macht sich der zarte Wirtschaftsaufschwung auch bei den Übernachtungspreisen bemerkbar. 2016 ging es um 3,2 Prozent nach oben – auf durchschnittlich 98 Euro.

Platz 7: Nürnberg
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Nach Düsseldorf galt Nürnberg 2016 zu den stärksten Preisgewinnern in der deutschen Hotellerie. Dank zahlreicher Messen verteuerten sich die Übernachtungen auf durchschnittliche 92 Euro, und damit um 4,5 Prozent.

Platz 6: Prag
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Mit durchschnittlichen Zimmerpreisen von 75 Euro ist der Touristenmagnet an der Moldau zwar immer noch ein Billiganbieter. 2016 aber ging es mit den Preisen immerhin um 5,6 Prozent nach oben.

Platz 5: Düsseldorf
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Das Preisplus von 6,3 Prozent machte Nordrhein-Westfalens Landeshauptstadt 2016 zum Spitzenreiter in Sachen Teuerung. Schuld waren vor allem die Großmessen „Drupa“ (Druck) und „K“ (Kunststoffindustrie), auf die Düsseldorf im Vorjahr verzichten musste. Im Schnitt kostete die Übernachtung 101 Euro.

Platz 4: Washington
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Mit durchschnittlich 206 Euro pro Nacht war die US-Hauptstadt zweitteuerste Stadt der Welt. Doch anders als beim Spitzenreiter New York ging es dort mit den Preisen weiter bergauf, und zwar um 6,3 Prozent. Fünf Prozentpunkte davon stammten allerdings aus der Dollaraufwertung gegenüber dem Euro.

Für die zu Ende gehende Wintersaison meldete Thomas Cook konzernweit ein Prozent mehr Urlauber als im Vorjahr. Dabei machte eine um sechs Prozent gewachsene Nachfrage aus Großbritannien Rückgänge in den übrigen Regionen wett.

  • dpa
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