Tiefensee ist optimistisch
In den Bahn-Tarifstreit kommt Bewegung

In den festgefahrenen Tarifkonflikt bei der Bahn kommt Bewegung. Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee äußerte sich am Montagabend nach einem überraschend anberaumten Spitzengespräch mit Bahnchef Hartmut Mehdorn und dem Chef der Lokführergewerkschaft GDL, Manfred Schell, optimistisch über eine rasche Einigung.

HB BERLIN. Er denke „in sehr kurzen Fristen“, sagte der SPD-Politiker auf die Frage, wann es eine Einigung geben könnte. Bei dem für Dienstag anberaumten Spitzengespräch der Bahn-Tarifparteien gehe es darum, die Grundlage für neue formelle Verhandlungen zu erreichen.

„Es geht jetzt darum, dass wir aus der Gesprächssituation in eine Verhandlung kommen“, betonte Tiefensee. Dazu müsse aber ein „tragfähiges Angebot auf den Tisch“, unterstrich der Minister die Forderung an den Bahnvorstand, die bisherige Offerte zu verbessern. „Herr Mehrdorn hat zugesagt, dass er morgen ein Angebot unterbreiten wird.“

Sollte es am Dienstag gelingen, eine Verhandlungsgrundlage zu schaffen, könne die GDL ihre Streiks zugunsten von Verhandlungen auf der Basis des Ergebnisses der Mediation vom August aussetzen, sagte Tiefensee weiter. Dabei könne es am Ende möglicherweise auch einen eigenständigen Tarifvertrag für die Lokführer geben, allerdings im Rahmen eines einheitlichen Tarifwerks. Ein eigenständiger Tarifvertrag ist neben der Forderung nach Einkommensverbesserungen im zweistelligen Bereich die zentrale Forderung der GDL.

Die Gewerkschaft hat zugesichert, bis zu den Gesprächen am Dienstag keine neuen Streiks zu beginnen. Sie hatte mit einem unbefristeten Arbeitskampf gedroht und der Bahn zur Vorlage eines neuen Angebots ein Ultimatum bis Montag 24.00 Uhr gesetzt. GDL-Chef Manfred Schell hatte erklärt, die Spitze seiner Gewerkschaft komme mit dem Bahnvorstand zusammen, obwohl ihr noch kein neues Angebot vorliege. „Unser Ziel ist es, den Tarifkonflikt zu befrieden.“ Schell und Bahn-Chef Mehdorn hatten das Treffen zuvor telefonisch verabredet.

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