Tiefseehafen

Jobs im Jade-Weser-Port vorerst gesichert

Der 2012 eröffnete Jade-Weser-Port hinkt den ursprünglichen Erwartungen hinterher. Statt der angepeilten 700.000 Standardcontainern wurden nur 100.000 Boxen umgeschlagen. Dennoch sind die Jobs erst mal sicher.
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Mit der „Eugen Maersk“ (M) und der „Majestic Maersk“ liegen zwei Containerriesen der Maersk-Reederei an der Pier des JadeWeserPorts in Wilhelmshaven (Niedersachsen): Die Beschäftigten des Tiefseehafens verzichten unter anderem bis einschließlich Mai 2015 auf Weihnachts- und Urlaubsgeld. Quelle: dpa

Mit der „Eugen Maersk“ (M) und der „Majestic Maersk“ liegen zwei Containerriesen der Maersk-Reederei an der Pier des JadeWeserPorts in Wilhelmshaven (Niedersachsen): Die Beschäftigten des Tiefseehafens verzichten unter anderem bis einschließlich Mai 2015 auf Weihnachts- und Urlaubsgeld.

(Foto: dpa)

Hannover/WilhelmshavenDie Arbeitsplätze in Deutschlands einzigem Tiefwasserhafen, dem Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven, sind vorerst gesichert. Das teilte das niedersächsische Wirtschaftsministerium in Hannover am Freitag mit. „Betriebsrat und Unternehmensleitung haben sich aufeinander zubewegt und sich damit auch gleichzeitig zur Zukunft des Hafens bekannt. Der Standortsicherungstarifvertrag sichert die Beschäftigung für ein Jahr“, erklärte Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD). Betriebsbedingte Kündigungen hätten vermieden werden können.

Die Beschäftigten verzichten unter anderem bis einschließlich Mai 2015 auf Weihnachts- und Urlaubsgeld, sagte der Verhandlungsführer der Gewerkschaft Verdi, Dirk Reimers, der Nachrichtenagentur dpa. Zudem bekommen Mitarbeiter der höchsten Lohngruppe weniger Gehalt. Der einjährige Vertrag gilt ab April und soll in der nächsten Woche unterzeichnet werden. Der Betreiber des 130 Hektar großen Containerterminals Eurogate war zunächst nicht zu erreichen.

Der 2012 eröffnete Jade-Weser-Port hinkt den ursprünglichen Erwartungen hinterher. Statt der angepeilten 700.000 Standardcontainer wurden dort im ersten Betriebsjahr nur rund 100.000 Boxen umgeschlagen. Im März 2013 wurden daher 300 der rund 400 Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt. Das etwa eine Milliarde Euro teure Projekt wurde von den Ländern Niedersachsen und Bremen umgesetzt.

  • dpa
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