Tierfutter: Fressnapf setzt aufs Online-Geschäft

Tierfutter
Fressnapf setzt aufs Online-Geschäft

Die Zoobedarfs-Kette Fressnapf geht im Internet auf Kundenjagd und will so den Online-Marktführer Zooplus angreifen. Satte Gewinne macht der Tierfutter-Händler aber anderswo.

KrefeldEuropas größter Zoobedarfs-Händler Fressnapf geht im Internet auf Kundenjagd. Das Unternehmen will mehr Käufer in seinen Online-Shop locken und dem größten digitalen Wettbewerber Zooplus Marktanteile abjagen. Bis in fünf Jahren will Fressnapf online 350 Millionen Euro erlösen. „Wenn unsere Preise unterboten werden, gehen wir gnadenlos mit“, sagte Konzernchef Torsten Toeller bei der Bilanzpressekonferenz am Dienstag in Krefeld.

Noch macht Fressnapf den allergrößten Teil des Geschäfts in seinen europaweit rund 1200 Filialen. Im vergangenen Jahr gaben die Kunden dort mehr als 1,4 Milliarden Euro aus. Weniger als 50 Millionen Euro entfielen auf den Online-Shop. Zum Vergleich: Internet-Primus Zooplus verkaufte 2012 bereits Hundefutter, Katzenbäume und Vogelkäfige für knapp 320 Millionen Euro. Allerdings war das starke Wachstum der vergangenen Jahre teuer erkauft: Die Burda-Tochter Zooplus schrieb immer wieder Verluste in Millionenhöhe.

Auch Fressnapf legt im Internet drauf. Und daran wird sich so schnell nichts ändern. Allein im laufenden Jahr will Geschäftsführer Toeller gemessen am Umsatz fünfmal so viel Geld für Online-Werbung ausgeben wie für klassisches Marketing. Endlos will der Chef seine Online-Abteilung aber nicht an der langen Leine halten: „Spätestens in fünf Jahren wollen wir profitabel sein.“

Im traditionellen Geschäft gelingt Fressnapf das längst. 2012 verdiente die Zoohandels-Kette nach Handelsblatt-Informationen gut sechs Prozent vor Steuern. Toeller gibt sich zuversichtlich, dass er seine EBT-Marge halten kann. „Unser Geschäft ist relativ krisensicher“, sagt er. „Selbst wenn es den Leuten schlecht geht, sparen sie nicht an ihren Tieren.“

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