Tiffany Luxusjuwelier glänzt in Asien

Auf dem heimischen Markt in den USA lahmt das Geschäft des Luxusjuweliers Tiffany. Doch durch die boomende Nachfrage in Asien verzeichnet der US-Konzern ein neues Umsatzplus.
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Steigende Nachfrage in Japan und China: Die Tiffany-Aktie legte um 2,5 Prozent zu. Quelle: Reuters
Tiffany & Co.

Steigende Nachfrage in Japan und China: Die Tiffany-Aktie legte um 2,5 Prozent zu.

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BangaloreEine starke Nachfrage in Japan und China hat dem Luxusjuwelier Tiffany das Quartal gerettet. Das boomende Asiengeschäft machte die anhaltende Flaute auf dem heimischen US-Markt wett und bescherte dem Unternehmen ein Umsatzplus von 1,3 Prozent auf 1,23 Milliarden Dollar. Das Management legte am Freitag die Bilanz für ein schwieriges Vierteljahr vor. Weil es nach dem Wahlsieg von Präsident Donald Trump zu Protestkundgebungen rund um den Trump Tower in New York kam, blieben in Tiffanys nahe gelegener Vorzeigefiliale auf der Prachtmeile Fifth Avenue ausgerechnet im wichtigen Weihnachtsgeschäft die Kunden aus.

In den USA kämpft das Unternehmen bereits seit längerem mit veränderten Einkaufstrends. Die Kunden bevorzugen verstärkt preisgünstigere Marken und geben weniger Geld für Accessoires aus. Wegen der schwachen Umsätze war Firmenchef Frederic Cumenal Anfang Februar zurückgetreten.

Die zehn beliebtesten Luxusgüter der Welt
Rang 10: Luxus-Kreuzfahrten
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Die Demografie- und Einkommensentwicklung wirkt sich positiv auf die Luxus-Kreuzfahrt-Industrie aus. Rund zwei Milliarden Euro Umsatz wurden 2015 in diesem Marktsegment erwirtschaftet. Im Vergleich zu 2014 ist der Markt um vier Prozent (wechselkursbereinigt) gewachsen. Damit sind Kreuzfahrten unter den Reichen nach wie vor sehr gefragt. Insbesondere Fahrten zu ungewöhnlichen Reisezielen waren in diesem Jahr beliebt.

Rang 9: Luxus-Jachten
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Der Luxus-Jacht-Markt stagniert. 2015 wurden – genauso wie im Vorjahr – weltweit sieben Milliarden Euro in diesem Segment umgesetzt. Das reicht jedoch aus, um einen Platz in der Top Ten der beliebtesten Luxusgüter zu ergattern. Eine positive Tendenz hat sich zudem abgezeichnet: Die Nachfrage nach Halbfertigerzeugnissen in der Industrie aus China und dem Vereinigten Königreich ist zuletzt gestiegen.

Rang 3: Luxuriöse Privatjets
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Privatjets waren 2015 das achtgrößte Segment auf dem Luxusgütermarkt mit einem Umsatz von 21 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Nachfrage um 14 Prozent gewachsen, wechselkursbereinigt ist das Wachstum jedoch sogar um einen Prozent gesunken. Nordamerika ist hier der stärkste Markt.

Rang 7: Hochwertige Designerwaren
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Das zweite Jahr in Folge ist die Nachfrage auf dem Designmarkt gestiegen – wechselkursbereinigt um vier Prozent auf 32 Milliarden Euro. Beliebt waren im vergangenen Jahr vor allem hochwertige Wohn- und Schlafzimmermöbel, sowie Designerlampen. Besonders der europäische Markt konnte von den positiven Wechselkursentwicklungen profitieren, insbesondere Italien und Deutschland kam dies zugute. Den größten Verkaufskanal bildet nach wie vor der Großhandel (66 Prozent), der Online-Handel macht in diesem Segment zurzeit noch einen geringen Anteil aus, wächst aber stetig.

Rang 6: Bildende Künste
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Luxusgüter aus der bildenden Kunst machen 70 Prozent des gesamten Kunstmarkts aus. Die sich schnell entwickelnden Online-Kanäle bilden eine vielversprechende Plattform für interessierte Sammler, die noch keine Marktkenner sind. Der größte Markt ist in diesem Segment die USA, der vor allem in New York floriert.

Rang 5: Delikatessengeschäft
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Ähnliches gilt für das Delikatessengeschäft. In diesem Segment wurden 2015 45 Milliarden Euro umgesetzt, der Markt ist im Vergleich zu 2014 um vier Prozent gewachsen. Insgesamt wurden in der Sparte mit dem Delikatessengeschäft und Luxus-Spirituosen 108 Milliarden Euro auf der ganzen Welt umgesetzt.

Rang 4: Luxusweine und Spirituosen
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Mit Luxusweinen und Spirituosen wurden 2015 64 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftet. Das entspricht einem Wachstum von drei Prozent (wechselkursbereinigt) im Vergleich zum Vorjahr. Auf der ganzen Welt konnte Luxuswein ein solides, organisches Wachstum verzeichnen. Experten rechnen zukünftig mit einer besonders starken Kaufkraft der Touristen in diesem Marktsegment, da sie den Wertverlust des Euro für Luxus-Shoppingtouren in Europa nutzen.

Im vergangenen Geschäftsquartal (per Ende Januar) sanken die Erlöse im Amerika-Geschäft um drei Prozent. In der Region Asien-Pazifik dagegen zogen sie um neun Prozent an, in Japan sogar um 15 Prozent. Der Konzerngewinn ging zwar um gut drei Prozent auf 158 Millionen Dollar zurück, fiel aber höher aus als von Analysten erwartet. Dazu trugen auch Preisanhebungen und Kostensenkungen bei.

An der Wall Street stieß der Zwischenbericht auf Beifall: Im vorbörslichen Handel legte die Tiffany-Aktie 2,5 Prozent zu.

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