Tochter HD Supply wird verkauft
Home Depot stößt Firmenkundengeschäft ab

Die weltgrößte Baumarktkette Home Depot macht sich auf Druck der Investoren ein gutes Stück kleiner und trennt sich von ihrer zwölf Mrd. Dollar Umsatz schweren Firmenkunden-Sparte Home Depot Supply. Wie die „New York Times“ und die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Verhandlungskreise melden, wird der US-Konzern die Sparte an ein Konsortium aus Finanzinvestoren abgeben.

ebe NEW YORK. Demnach sollen die Private-Equity-Firmen Bain Capital, Carlyle Group und Clayton Dubilier & Rice für HD Supply mehr als zehn Mrd. Dollar geboten und damit ein rivalisierendes Konsortium unter der Führung von Thomas H. Lee Partners ausgestochen haben.

Die Firmenkundensparte gilt als fehlgeschlagener Expansionsschritt des früheren Home-Depot-Chefs Robert Nardelli. Der Handel mit Beton und Bauholz wirft bisher kaum Gewinn ab und zieht Analysten zufolge sehr viele Investitionen aus dem Kerngeschäft mit Baumärkten ab.

Zwar ist Home Depot mit mehr als 2 100 Filialen und 355 000 Beschäftigten die unangefochtene Nummer eins in den USA sowie in Kanada und Mexiko. Doch obwohl es der Konzern im Vorjahr auf 90 Mrd. Dollar Umsatz brachte, verliert er im Heimatmarkt beständig Marktanteile gegen seinen Rivalen Lowe’s.

Investoren hatten die Chefetage deshalb mehrfach aufgefordert, das wenig ertragreiche Firmenkundengeschäft abzustoßen. Home Depot solle besser sein ramponiertes Image bei Heimwerkern wieder auf Vordermann bringen, kritisierten sie. Als Konzernchef Nardelli zu Jahresbeginn auf Druck der Anteilseigner seinen Hut nehmen musste, schloss dessen Nachfolger Frank Blake eine Trennung von HD Supply erstmals nicht mehr aus.

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