Tom Tailor
Modekette rechnet mit langsamer Erholung

Im abgelaufenen Jahr musste die Modekette Tom Tailor einen Gewinneinbruch hinnehmen. Für 2017 erwartet der Vorstand nun aber wieder einen „sehr starken Anstieg“ des operativen Gewinns.
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DüsseldorfDie Modekette Tom Tailor will in diesem Jahr die ersten Früchte ihrer Sanierung ernten. Der Vorstand erwarte 2017 ein leichtes Umsatzplus und einen „sehr starken Anstieg“ des operativen Gewinns (Ebitda), teilte der neue Firmenchef Heiko Schäfer am Dienstag mit. „Erste Erfolge belegen, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Gleichzeitig ist uns bewusst, dass noch eine ordentliche Strecke vor uns liegt.“ Finanzvorstand Thomas Dressendörfer äußerte sich zuversichtlich, im kommenden Jahr dann durchstarten zu können.

„Für das Ebitda erwarten wir 2018 einen Zuwachs um 30 bis 40 Millionen Euro sowie eine Ebitda-Marge über zehn Prozent.“

2016 hatte Tom Tailor bei einem Umsatzplus von 1,3 Prozent auf 968,5 Millionen Euro einen Einbruch des Ebitda um 85 Prozent auf 10,3 Millionen Euro verbucht. Kosten für den Konzernumbau und die Schließung unrentabler Geschäfte in Höhe von über 80 Millionen Euro führten zu einem Nettoverlust von 73,0 (Vorjahr: plus 0,1) Millionen Euro.

Schäfer verabschiedete sich nach seiner Amtsübernahme im Herbst 2016 vom Expansionskurs seines Vorgängers. Er kündigte Stellenstreichungen, die Schließung Hunderter Geschäfte und den Rückzug aus unprofitablen Auslandsmärkten an. Er will sich stattdessen auf das Kerngeschäft mit Marken wie Tom Tailor und Bonita konzentrieren.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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