„Topbonus“
Etihad kauft Mehrheit von Air Berlin-Vielfliegerprogramm

Die unter Sanierungsdruck stehende Fluggesellschaft veräußert den Hauptteil ihres Programms für treue Kunden an seinen Großaktionär aus Abu Dhabi. Schon bald soll das Geschäft abgewickelt werden.
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Frankfurt/LondonDeutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft Air Berlin verkauft die Mehrheit ihres Vielfliegerprogramms „Topbonus“ an ihren Partner Etihad. Die Araber übernehmen für 184,4 Millionen Euro 70 Prozent der Anteile, wie die Fluggesellschaft am Dienstag in London mitteilte. Der Rest verbleibt bei der Fluglinie. Das Geld solle noch in diesem Jahr fließen. Das Vielfliegerprogramm wird auf eine eigenständige Gesellschaft englischen Rechts ausgegliedert und soll ihren Sitz in Berlin haben. Das Bundeskartellamt habe die Transaktion, die noch in diesem Jahr abgeschlossen werden soll, bereits freigegeben.

Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz zogen Air-Berlin-Chef Hartmut Mehdorn und Etihad-Chef ein positives Fazit. Im ersten Jahr der strategischen Partnerschaft seien mehr als 300.000 Fluggäste auf den gemeinsam genutzten Streckennetzen befördert worden. Zusammen haben die Airlines mehr als 100 Millionen Euro an zusätzlichen Erlösen erwirtschaftet. Allein für Air Berlin ergab ein Zuwachs von mehr als 219.000 Fluggästen und zustätzlich Erlöse von ca. 50 Millionen Euro. Derzeit fliegen Air Berlin  und Etihad gemeinsam 239 Ziele in 77 Ländern an.

Air Berlin  und Etihad Airways hatten Anfang des Jahres bekannt gegeben, dass beide Fluggesellschaften ihre Boeing-787-Dreamliner-Programme verbinden werden. Durch diese Maßnahme, die 56 Flugzeuge umfasst, konnten beide Fluggesellschaften Millionen Dollar einsparen.

Etihad aus dem arabischen Emirat Abu Dhabi ist bereits größter Aktionär der angeschlagenen Air Berlin und hatte dem Unternehmen vor knapp einem Jahr mit frischem Geld aus der finanziellen Misere geholfen. Jetzt soll Etihad das Vielfliegerprogramm „Topbonus“ weiterentwickeln und ausbauen. Dessen Mitglieder können bislang Bonuspunkte bei mehr als 120 Partnern erwerben und einlösen, von Fluggesellschaften über Hotels und Autovermietungen bis zur Tageszeitung.

Air Berlin steckt seit Jahren in den roten Zahlen. Vorstandschef Hartmut Mehdorn versucht, die Gesellschaft mit einem Schrumpf- und Sparkurs zurück in die Gewinnzone zu hieven. Auch der Verkauf von Flugzeugen soll Geld in die Kasse bringen.

 


Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " „Topbonus“: Etihad kauft Mehrheit von Air Berlin-Vielfliegerprogramm"

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  • Na dann wird es nicht mehr lange dauern und Air-Berlin ist komplett ins Ausland verkauft... ein Trend den man be-obachten kann, die aktuellen Unternehmner Generation verkauft lieber anstatt weiter auszubauen... ob Ditsche, Douglas ... man verkauft fleissig Deutsche Vorzeige Unternehmen und wir wundern uns warum hier immer mehr Arbeitsplätze verloren gehen... Air-Berlin ist doch nur interessant weil die hier noch einen gewissen Namen haben und interessante Slots-besitzen... aber das wird Mehldorn schon hinbekommen das die marke verschwindet... vorher werden noch 10% der Belegschaft entlassen... Früher als LTU hatte man eigenständige Angebote dann hat man unter AirBerlin alles angepaßt und keinen USP mehr für den Kunden...

  • Und jetzt macht Mehdorn das nächste Unternehmen kaputt, bei der DB war er ja schon sehr erfolgreich.

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